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Photobibliothek.ch ist eine Privatbibliothek
zur Geschichte der Photographie in der Nähe von Schaffhausen in der Schweiz.

>>> Zeitungsartikel usw.




«So viele Bücher! Haben Sie die alle gelesen?»




 

 

 

 

   

Zehn Monographien über Filmkunst

In den Jahren 1931 bis 1933, also in der Zeit, als der Stummfilm vom Tonfilm abgelöst wurde, brachte der niederländische Filmredaktor
C. J. Graadt van Roggen (1904-1933) die bemerkenswerte Filmbuchreihe «Monografieën over filmkunst» heraus. Gestaltet wurde die Reihe vom niederländischen Photographen und Typographen Piet Zwart (1885-1977), was die Umschläge heute zu äusserst begehrten Sammelobjekten macht. Da die Umschläge seinerzeit mit einem unbeständigen Lack behandelt wurden, sind diese heute sehr brüchig und deshalb meist stark beschädigt. Gut erhaltene Exemplare sind nur selten zu finden.

Photobibliothek.ch besitzt die vollständige Reihe als Sammelband. Von den berühmten Umschlägen sind 9 von 10 mit eingebunden, erfreulicherweise in einem sehr guten Erhaltungszustand – leider aber auf drei Seiten etwas eng beschnitten.

Nach zwei Bänden zur Filmgeschichte folgen fünf Bände zur Entwicklung der Filmkunst in den Niederlanden, Russland, Frankreich, Deutschland und Amerika. Die letzten drei Bände sind den Themen Avantgarde, Komik und Tonfilm gewidmet. Zwei weitere Bände über Filmtechnik (M. T. H. Franken und Joris Ivens) und Filmreklame (Piet Zwart) wurden zwar angekündigt, sind aber nie erschienen, weil van Roggen 1933 überraschend starb.

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Neu auf Photobibliothek.ch


>>> Die Seite über den Pariser Photographen Nadar (1820-1910) wurde wesentlich erweitert

>>> Das Thema Doppelmord auf dem Säntis 1922 konnte um 20 Aufnahmen aus dem Nachlass von Heinrich Haas erweitert werden

>>> Kaum jemand hat es bemerkt: die Digitalphotographie ist 25 Jahre alt geworden!

>>> Auch die japanischen Photographien haben jetzt eine eigene Rubrik

>>> Japanische Photobücher haben jetzt eine eigene Rubrik

>>> Zur Seite über Max Seidel wurden zahlreiche neue Photos hinzugefügt

>>> Das Lexikon der Illustra-tionsverfahren wurde um einige Beiträge erweitert und bezüglich Systematik verbessert

>>> Der Beitrag zur Werkbund-ausstellung «Film und Foto» von 1929 wurde erweitert

>>> Die Schweizer Photobuchreihe «La Guilde du Livre» wurde um wichtige Werke erweitert

>>> An der Sonnenfinsternis vom 20. März 2015 konnte Aristoteles' Beschreibung des Prinzips der Camera obscura beobachtet werden

 

 



Archiv

>>> 175 Jahre Photographie, 2014
>>> Buch des Monats, 2009-2013
>>> Buchempfehlungen

     

Häufig gelesen

   

 

Diessenhofen
Photobibliothek.ch ist in Diessenhofen zu Hause. Das mittelalterliche Städtchen liegt von Schaffhausen aus gesehen 10 km rheinaufwärts direkt an der deutschen Grenze. Einige interessante Themen, wie die Bombardierung der Rheinbrücke im November 1944 oder die Geschichte der Diessenhofer Photographen, sind hier in einer Rubrik zu finden. >>> Mehr

 

Was ist auf dem Bild?
Im Idealfall steht auf einer Aufnahme wann, wo und von wem sie aufgenommen wurde und was darauf abgebildet ist. Bei einigen interessanten Aufnahmen der Sammlung fehlen diese Angaben und konnten nicht anderweitig eruiert werden. Helfen Sie deshalb mit, unbekannte Photographien zu identifizieren. Falls Sie etwas in höherer Auflösung anschauen möchten, können Sie gerne eine bessere Bilddatei anfordern. >>> Mehr

 

Bücher über Photobücher
Bücher über Photobücher haben momentan Hochkonjunktur. Spätestens seit Parr/Badger (2004) wird versucht, einen «Kanon» der bedeutendsten Photobücher zu etablieren. Die dadurch «geadelten» Photobücher werden zunehmend als Kunstobjekte gesammelt und haben – nach den Preisen für Photographien – auch die Preise berühmter Photobücher in die Höhe schnellen lassen. >>> Mehr




 

Systematik der Illustrationsverfahren
Das Lexikon der Illustrationsverfahren ist grundsätzlich alphabetisch geordnet. Deshalb konnte bisher nur zum Anfangsbuchstaben der Lexikoneinträge gesprungen werden. Das Lexikon wurde nun durch eine Systematik erweitert, die von den ersten Unikatverfahren über Auskopier- und Entwicklungsverfahren bis zu den Hoch-, Tief- Flach-, und Durchdrucktechniken reicht. Damit kann jetzt auch systematisch gesucht und dann direkt zu den einzelnen Verfahren gesprungen werden. >>> Mehr

 

Aristoteles und die Camera obscura
Bereits um 350 v.Chr. beobachtete Aristoteles bei einer partiellen Sonnenfinsternis ein optisches Phänomen, welches später bei der Camera obscura ausgenutzt wurde. Erstaunlicherweise kann man das Phänomen auch ohne Sonnenfinsternis beobachten. Daneben wird gezeigt, wie man eine Camera obscura selber bauen kann und wie Goethe in «Die Wahlverwandtschaften» über einen Engländer berichtete, der sich – 30 Jahre vor Erfindung der Photographie! – in der Art eines «frühen Amateurphotographen» betätigte. >>> Mehr

 

Ausstellung der «Ersten Photographie der Welt» in Mannheim 2012/2013
1963 verkaufte Helmut Gernsheim seine historische Sammlung mit der «Ersten Photographie der Welt» an das Harry Ransom Humanity Research Center in Austin, Texas. Er sammelte jedoch weiterhin zeitgenössische Photographie. Diese zweite, Sammlung wird seit 2002 vom Forum Internationale Photographie der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim verwaltet. Beide Sammlungen wurden 2012/2013 in Mannheim gezeigt. Falls Sie die wichtige Ausstellung verpasst haben, finden Sie hier einen kleinen Rückblick. >>> Mehr

 

Spurensuche nach Nicéphore Niépce im Burgund
Die erste, heute noch erhaltene Photographie der Welt machte Nicéphore Niépce 1827 auf seinem Landgut «Le Gras» in St. Loup de Varennes im Burgund. Seit kurzem ist das Haus öffentlich zugänglich und kann besucht werden. In Chalon-sur-Saône kann zudem das Geburtshaus von Niépce und das ihm gewidmete Museum besucht werden. >>> Mehr

 

Niépce und die «Erste Photographie der Welt»
1827 schenkte Nicéphore Niépce dem englischen Botaniker Francis Bauer ein Konvolut mit erfolgreichen Versuchen zur Photographie. «Point de vue du Gras» wurde im 19. Jahrhundert mehrfach als «Erste Photographie der Welt» ausgestellt, bis sie 1898 spurlos verschwand. Nach abenteuerlicher Suche wurde die Aufnahme 1952 durch Helmut Gernseim wieder aufgefunden. >>> Mehr


Buchempfehlungen

   



Film Books. A Visual History. / Breixo VIEJO. – First edition. – New Castle, Delaware: Oak Knoll Press 2016.


>>> Interview mit Breixo Viejo

Buch über Filmbücher

Im Spielfilm «La Nuit américaine» über die Dreharbeiten zu einem Spielfilm ist François Truffaut zugleich realer Regisseuer und Darsteller des fiktiven Regisseurs. In einer Szene öffnet er ein Paket, das er soeben erhalten hat. Es enthält Filmbücher über Regisseure, die er bewundert. Auf diese Szene verweist der Filmhistoriker Breixo Viejo im Vorwort zu seinem soeben vorgelegten Buch über Filmbücher «Film Books – A Visual History». Ähnlich den Photobüchern werden auch Filmbücher zunehmend als ebenso wichtige kulturelle Beiträge zur Geschichte des Films erkannt, wie die Filme selbst. Für viele Filmfreunde sind deshalb Filmbücher zu einem faszinierenden Sammelobjekt geworden. Viejo zeigt in seinem Buch einen Querschnitt der einflussreichsten Filmbücher seit 1895, als in Paris die erste öffentliche Filmvorführung durch die Gebrüder Lumière stattfand.

Da Photobibliothek.ch eine Sammlung bedeutender Filmbücher besitzt, konnte sie zu Viejos Buch auch bibliographische Daten und Bildmaterial beitragen.

   



Autopsie. Deutschsprachige Fotobücher 1918-1945. Band 1. / Herausgeber: Manfred HEITING, Roland Jaeger. Mit Beiträgen von Ute Brüning [u.a.]. – Göttingen: Steidl 2012.
 



Autopsie. Deutschsprachige Fotobücher 1918-1945. Band 2. / Herausgeber: Manfred HEITING, Roland Jaeger. Mit Beiträgen von Hans Rudolf Gabathuler [u.a.]. – Göttingen: Steidl 2014.

Autopsie 1+2

Autopsie (griech.) heisst bei der Bibliographie
die Erarbeitung der bibliographischen Angaben
auf Grund unmittelbarer Inaugenscheinnahme
des zu katalogisierenden Druckwerkes.
[Hiller, Wörterbuch des Buches, 4. Aufl. 1980]

Das zweibändige Werk «Autopsie» stellt die deutschsprachigen Photobücher von 1918 bis 1945 in ihrer ganzen Bandbreite vor. Es dokumentiert diese in den verschiedenen Ausstattungen und Auflagen zum Zeitpunkt ihres Erscheinens. Ausgewählte Verlage und charakteristische Buchreihen werden vorgestellt, Essays behandeln monografisch die Buchveröffentlichungen einzelner Photographen, und Überblicksartikel gelten bestimmten Sonderformen des Photobuchs. Darüber hinaus werden wichtige Einzelbücher näher untersucht.

Im soeben erschienenen zweiten Band werden wichtige Fotografen wie Albert Renger-Patzsch und Paul Wolff, bedeutende Buchreihen wie «Das Deutsche Lichtbild», produktive Verlage wie F. Bruckmann und markante Bildthemen wie Akt, Architektur und Olympia 1936 präsentiert. Das Buch ist mit 2000 Farbabbildungen illustriert, die die Photobücher – oft zum ersten Mal – in ihren originalen Ausstattungen und allen Auflagen zeigen. Damit ist das ebenso informative wie attraktive Standardwerk komplett.

Zu Band 1 hatte Photobibliothek.ch bereits bibliographische Daten und Bildmaterial beigetragen. In Band 2 ist das Kapitel «Schutz – Blickfang – Werbefläche» von Hans Rudolf Gabathuler hervorzuheben: Seine Geschichte der photographischen Schutzumschläge von nicht photographischen Büchern ist wohl eine der umfassendsten Darstellungen, die es zur Zeit zu diesem Thema gibt. Neben Schutzumschlägen zu Trivialliteratur, Romanen, Abenteuerbüchern und Sachbüchern werden auch wichtige Schutzumschlaggestalter wie John Heartfield, Georg Salter, Walter Cyliax, Pierre Gauchat und Richard Paul Lohse vorgestellt.

   

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