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1911: Zeppelin-Expedition in Farbe Mit Zeppelin nach Spitzbergen. Bilder von der Studienreise der deutschen arktischen Zeppelin-Expedition. Mit 269 schwarzen u. farbigen Reproduktionen nach Naturaufnahmen. / Mit einem Vorwort von S.K.H. des Prinzen Heinrich von Preussen. Herausgegeben von A[dolf] MIETHE u. H. Hergesell. – Berlin [u.a.]: Deutsches Verlagshaus Bong 1911. – 4°. [8], 291 S. mit s/w Abb., [ca. 50] Bl. s/w und farbige Tafeln. Ln. Ref.: HBK2 12508. HBK2 16649. Photobibliothek.ch 10149
1912: Die Entdeckung des Grabes von Pharao Haremhab The Tombs of Harmhabi [Haremhab] and Touatankhamanou [Tutanchamun]. / The discovery of the tombs by Theodore M[onroe] DAVIS. King Harmhabi and Touatankhamanou by Gaston Maspero. Catalogue of the objects discovered by George Daressy. Illustrations in color by Lancelote Crane. [Photographs by Harry Burton.] – [Erstausgabe.] – London: Constable 1912. – 2°. X, 135 S., Frontispiz, XCII Tafeln (82 Lichdrucke, 11 Chromolithographien). Leinen mit Kopfgoldschnitt. Das Grab von Pharao Haremhab (KV57) wurde 1908 vom amerikanischen Industriellen Theodore M. Davis (1837-1915) entdeckt. Die Veröffentlichung eines detaillierten Berichtes über die Grabung war zwar vorgesehen, ist jedoch nie erfolgt. Das Manuskript ging verloren. Der Photograph Harry Burton (1879-1940) erstellte für das Metropolitan Museum of Art eine vollständige Photodokumentation, die im vorliegenden Buch erstmals veröffentlicht wurde. Das Grab von Haremhab ist bemerkenswert gut erhalten und die Dekorationen gehören heute zu den wichtigsten Kunstwerken im Tal der Könige. - Das vermeintliche Grab von Pharao Tutanchamun (KV54) ist nur ein Depot mit Gegenständen von der Einbalsamierung Tutanchamuns. Das richtige Grab Tutanchamuns (KV62) wurde erst 1922 durch Carter entdeckt. Auch für diese Entdeckung machte Harry Burton die Photographien (die 2. Auflage der deutschen Erstausgabe befindet sich ebenfalls in der Sammlung). - Die grossformatigen Lichtdrucke beginnen mit einer langen Photostrecke über das Tal der Könige. Dann wird die Ausgrabung des Grabes von Haremhab sukzessive erschlossen... Ref.: Parr/Badger, The Photobook, volume I, S. 59. – Provenienz: Ambassador College Library, Pasadena, California. – Zustand: Unschöne Eckenverstärkungen Photobibliothek.ch 12679
1913: Faksimile-Sammlung der ersten Dokumente zur Photographie Quellenschriften zu den frühesten Anfängen
der Photographie bis zum XVIII. Jahrhundert. Mit fünf heliographischen
Porträten, zwei Lichtdrucktitelblättern und diversem Buchschmuck.
/ Herausgegeben und mit Erläuterungen versehen von Josef Maria
EDER. – Halle a. d. Saale: Knapp 1913. – 4°. [4], 187 S. mit
2 Lichtdrucken, 5 Bl. Heliogravüren. Krt. Photobibliothek.ch 2818
1913: Bauernleben Der Berner Bauer. / 12 Studien aus dem Bauernleben nach Originalaufnahmen [von Hermann STAUDER]. Widmung von R[udolf] v[on] Tavel. Text von J. Howald. – Bern: o.V. [Franco-Suisse, Edition photographique] 1913. – 4°. 2 Bl. Text, 12 Bl. Tafeln mit mont. Tdr.-Abb. Ln.-Mappe ill. Ref.: HBK2 14129. Hermann Stauder, Bernerland, Bauernland, Münsingen-Bern, 1988. Photobibliothek.ch 10623
1913: Farbige deutsche Kolonien für den Schulunterricht Farbenphotographien aus den Deutschen Kolonien. 48 farbenphotographische Aufnahmen nach der Natur. / Im Anschluss an das Werk von W. SCHEEL «Deutschlands Kolonien» herausgegeben von der Heimatkundlichen Vereinigung des Berliner Lehrer-Vereins. – Berlin: Carl Weller 1913. – Kl.8°. 2 Bl. Text, 48 Bl. Farbtafeln. Krt.-Mappe mit Golddruck und Ill. Bilder für den Schulunterricht (Vorwort): «Auf diese Weise können die Bilder mit und ohne Wechselrahmen längere Zeit auf die Klasse wirken, können als Prämie verteilt und infolge ihres geringen Preises durch Selbstkauf von der Jugend erworben werden.» Ref.: HBK2 12518. Photobibliothek.ch 334
1915: Hamburger Photogeschichte Die Daguerreotypie in Hamburg 1839-1860. Ein Beitrag zur Geschichte der Photographie. / Wilhelm WEIMAR. – Hamburg: Meissner (in Kommission) 1915. – 4°. [5] Bl., 81 S. mit 4 Textbildern, 49 Bl. Tfln. Hln. – (Beiheft zum Jahrbuch der Hammburgischen Wissenschaftlichen Anstalt 1914) Ref.: HBK2 00088. Liber Berlin 2000, S. 90. – Zustand: Einband etwas wasserwellig Photobibliothek.ch 2832
1915: Photopapiere Probebilder zur Veranschaulichung der Oberflächen, Papierstärke und Wirkung der photographischen Papiere der Marke NPG. Bromsilberpapiere, Alboidin Mattalbuminpapier, Gaslichtpapiere, Pigmentpapiere. / N[EUE] P[HOTOGRAPHISCHE] G[ESELLSCHAFT]. – o.O. [Berlin]: NPG o.J. [ca. 1915]. – Gr.8°quer. [32] Bl. mit 30 Originalphotographien. Ln. mit Goldprägedruck. Datierung: Verschiedene ähnliche Publikationen in HBK2 von 1910-1915, Musterbilder «NPG IIa» und «Atlas II» in der Photographischen Correspondenz 1910 und 1918. Photobibliothek.ch 1231
1917: Erste Veröffentlichung von André Kertész Al ERDEKES UJSAG. – 1917 marcius 25. – 4°. 40 S. mit Tdr.-Abb. Br. André Kertész (1894-1985) photographierte als Soldat im Ersten Weltkrieg mit einer kleinen Plattenkamera 4,5 x 6 cm «Goertz Tenax». Einige Photos sandte er an die ungarische Illustrierte «Al Erdekes Ujsag» («Die Interessante Zeitung», 1913-1925). Prompt wurden zwei Photos ausgewählt und veröffentlicht. Die erste Aufnahme auf Seite 10 mit dem Titel «Mese» zeigt drei Knaben, die in einem Buch lesen. Die zweite Aufnahme auf Seite 13 heisst «A kupakttanacs», sie zeigt fünf schwatzende Männer und im Hintergrund Kühe an der Tränke. Die Aufnahmen wurden später oft erneut publiziert. Ref.: Kertész, Soixante ans de photographie 1912-1972, 1972, S. 5 (Chronologie), S. 30 (Abb. Knaben), S. 46 (Abb. Männer). Kertész, Lectures, 1971, S. 7 (Abb. Knaben). Photobibliothek.ch 12341
1917: Eders Biographie über Johann Heinrich Schulze Johann Heinrich SCHULZE. Der Lebenslauf des Erfinders des ersten photographischen Verfahrens und des Begründers der Geschichte der Medizin. Mit vier Tafeln, einer Illustration im Texte und diversem Buchschmuck. / J[osef] M[aria] Eder. – Wien: k. k. Graphische Lehr- und Versuchsanstalt 1917. – 4°. [8], 79 S., IV Tafeln (3 Heliogravüren auf gewalztem China, 1 mont. Lichtdruck). Ln. Nach der Veröffentlichung von Eders «Quellenschriften» (Halle a.d.S. 1913) mit den Originaltexten über die Entdeckung der Lichtempfindlichkeit von Silbersalzen durch Johann Heinrich Schulze (1687-1744) entstand diese aufwendig gestaltete Biographie über ihn in den Werkstätten der k. k. Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt Wien im Rahmen von «Invalidenkursen» für im Kriege invalid gewordene Graphiker. Die vier Tafeln zeigen drei Porträts und einen faksimilierten Brief. Photobibliothek.ch 12455
1918: Erste Publikation von Germaine Krull Der Akt. Zwanzig photographische Aufnahmen weiblicher Körper nach der Natur. Wiedergabe in Kupfer-Handpressendruck. / [Photos von] J. Pésci, W. v. Debschitz-Kunowski, L. G[ermaine] KRULL. – Dachau: Einhorn-Verlag 1918. – 2°. [22] Bl. mit [2] mont. Textseiten und [20] mont. auf Japanpapier handgedruckten Photogravüren. Pbd. mit mont. Photogravüre. Erste Publikation von Germaine Krull. Zustand: Eisenklammerheftung (wie meist) rostig Photobibliothek.ch 11236
1920: Wichtiges Dokument über den Dadaismus DADA ALMANACH. Mit Bildern. / Im Auftrag des Zentralamtes der deutschen Dada-Bewegung herausgegeben von Richard Huelsenbeck. – [Erstausgabe.] – Berlin: Erich Reiss 1920. – Kl.8°. [2], 159, [1] S., [8] Bl. Tafeln. Krt. ill. Die in dem Band zusammengestellten Texte und Photographien der dadaistischen Bewegung bilden die wichtigsten Dokumente von Dada als einer Epoche. Auf dem Umschlag die berühmte Photomontage von Otto Schmalhausen, genannt Dada-Oz, dem Schwager von Georg Grosz: Eine Totenmaske von Beethoven mit aufgemalten Augen und mit Stempel auf der Stirn «OZ DADA-WORKS». Auf den Tafeln Erstveröffentlichung bekannter Photographien: George Grosz und John Heartfield mit der Tafel «Die Kunst ist tot, es lebe die neue Maschinenkunst Tatlins», die Eröffnung der ersten grossen Dada-Ausstellung in Berlin, aber auch «Stilles Glück» mit Familie Heartfield unter Weihnachtsbaum. - Kindlers neues Literaturlexikon: [...] Huelsenbeck versammelt Dokumente des Züricher, Berliner und Pariser Dadaismus, wobei ersterer durch die Chronique Zurichoise (1920) von Tristan Tzara (1896-1963) vertreten ist. Unter collagierender Vewendung der originalen Verlagsanzeigen beschränkt sich Tzaras - im Gegensatz zu anderen fremdsprachigen Artikeln - unübersetzter französischer Originalbeitrag auf die pure Rekapitulation von Aktivitäten der Züricher Urzelle des Dadaismus in den Jahren 1915-1919. Dabei bietet die Chronique Zurichoise so etwas wie ein frühes Werkverzeichnis des bereits 1920 historischen Züricher Dadaismus; sie listet Zeitpunkt und Art der Dada-Veranstaltungen auf, benennt Dada-Zeitschriften und deren «Collaborateurs». [...] Den Berliner Dadaismus, den der aus Zürich angereiste Huelsenbeck dort seit 1918 lanciert, ist durch einige zentrale Manifeste vertreten, darunter Huelsenbecks erstes deutsches Dada-Manifest, J. Baaders Deutschlands Größe und Untergang und R. Hausmanns Rückkehr zur Gegenständlichkeit in der Kunst. Überproportional sind im Dada-Almanach die Pariser Dadaisten (T. Tzara, F. Picabia, P. Eluard) vertreten, denen Huelsenbeck selbst zwar durchaus verächtlich gegenüberstand, die aber zum Zeitpunkt des Erscheinens des Almanachs die einzig lebensfähige Zelle des Avantgardismus zu sein schienen. Huelsenbeck versucht noch einmal die in Wahrheit bereits zerfallende Dadaistische Vereinigung in einer integrierend internationalistischen Geste wenigstens auf dem Papier zu einen. Ref.: Dada in Zürich Nr. 86. Photobibliothek.ch 11951
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