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Diessenhofen


Diessenhofen gehört zu den ältesten Städten der Schweiz. Es liegt am Hochrhein zwischen dem Ende des Bodensees und Schaffhausen. Erwähnt wird Diessenhofen erstmals 757, als ein Priester seinen Weiler «Deozincova» dem noch jungen Kloster St. Gallen vermachte. 1178 wurde Diessenhofen durch die Kyburger zur Stadt erhoben, und nach deren Aussterben ging es 1264 durch Erbschaft an die Habsburger. Im Jahre 1460 wurde Diessenhofen durch die Eidgenossen erobert und es wurde Bestandteil der Gemeinen Herrschaft Thurgau. 1898 kam Diessenhofen kurz zum Kanton Schaffhausen, um dann im Jahre 1800 endgültig dem neuen Kanton Thurgau eingegliedert zu werden.

Diessenhofen hat drei Hauptsehenswürdigkeiten:

Die Holzbrücke über den Rhein wird 1292 erstmals urkundlich erwähnt. Im zweiten Koalitionskrieg wurde Diessenhofen abwechslungsweise durch Franzosen, Russen und Österreicher besetzt und die Brücke brannte am 9. Oktober 1799 ab. Nachdem 1813 die Notbrücke eingestürzt war, wurde 1814/1815 die heutige Brücke gebaut.

Der Siegelturm wurde 1545 erbaut. Er diente zur Aufbewahrung von Siegeln und Urkunden. Er hatte zu keiner Zeit die Funktion eines Wehrturms.

Das Dominikanerinnenkloster St. Katharinental wurde 1242 gegründet. In seinem Skriptorium entstand eine der bedeutendsten gotischen Handschriften, das 1312 vollendete Graduale von St. Katharinental. Die spätbarocke Klosterkirche mit Gemälden und Fresken von Jakob Karl Stauder wurde 1732-1735 erbaut. Das Kloster wurde 1869 aufgelöst und wird heute als Klinik für Rehabilitation und Langzeitpflege genutzt.

Diessenhofen von Gailingen (Deutschland) aus gesehen (Photo 2009)


 Bilddokumente aus der Sammlung


 Erste gedruckte bildliche Darstellung von Diessenhofen (Holzschnitt):
Johannes Stumpf, Gemeiner loblicher Eydgnoschafft Stetten, Landen und Völckeren Chronickwirdiger thaaten beschreybung, 1548.


Der wohl bekannteste Kupferstich von Diessenhofen:
Martin Zeiller, Topographia Helvetiae, lateinische Ausgabe, 1655. Die Radierung stammt von Matthäus Merian d. Ä. oder Caspar Merian. Die Vorlage wurde gezeichnet von Johann Jakob Mentzinger (1604-1668), Pfarrer und Universalgelehrter in Diessenhofen.
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Männerchor «Rhein», Diessenhofen, 1875. Photomontage 88 x 67 cm. Die 60 Porträtierten tragen bekannte Familiennamen aus Diessenhofen: Brunner (Ärzte und Apotheker), Vetterli (Photographen), Hanhart (Uhrenmacher und Holzhändler), Wegelin (Weibel und Ausrufer), Küchli (Panoramamaler).
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Das letzte Porträt rechts unten zeigt B. Dobrzanski. Es ist anzunehmen, dass es sich dabei um den Photographen handelt.

Die Stadtansicht zeigt Diessenhofen vom oberen Amtshaus bis zum Unterhof. Links von der Rheinbrücke steht noch die «Alte Krone», die 1903 dem Zollgebäude weichen musste, auf deutscher Seite die Trotte «Im Flötzer» mit Obstgarten und Weinberg [1].
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Panorama vom Säckelamts-Häuschen bei Schaffhausen. Im Auftrag des Verschönerungs-Vereins aufgenommen und auf Stein gezeichnet von Xaver Imfeld, 1877/78. Das Panorama beginnt in Diessenhofen und es endet mit der Aussicht auf das Berner Oberland.

Der Ausschnitt zeigt Diessenhofen von Westen. Man erkennt gut den Kirchturm der Stadtkirche, den Siegelturm, die Kirche des Klosters St. Katharinental und rechts über dem Rhein die grosse Kornscheune.


 Sechs Pferdegespanne vor dem Rathaus, Aristopapier, ca. 1900.


 Stereokarte der Neuen Photographischen Gesellschaft (NPG), Gelatine-Silber-Prints, ca. 1900. Blick flussabwärts auf die Holzbrücke,
links der Hänkiturm.


Postkarte der Papeterie J. Vorster in Diessenhofen.
Lichtdruck mit Tonplatten, gelaufen 30.10.1911.


 Postkarte der Gebrüder Wehrli nach einer Autochrom-Aufnahme von Louis Glaser, Leipzig. Autotypie mit Tonplatten, ca. 1915.


 Stanislaus Dobrzanski, Untere Stadtmauer, Gelatine-Silber-Print, ca. 1925.


 Jean Honegger, Siegelturm vom Obertor her gesehen,
Bromölumdruck, 1933.
Virtuelle Ausstellung «Jean Honegger»


Zwei Schwimmerinnen vor Diessenhofen, Gelatine-Silber-Print, ca. 1940.

Ausschnitt


Hauptstrasse mit Siegelturm, Gelatine-Silber-Print, ca. 1950.


 Swissair, ehemaliges Kloster St. Katharinental, Gelatine-Silber-Print,
als Postkarte gelaufen 2.7.1954.


 Bücher aus der Sammlung


Das GRADUALE VON ST. KATHARINENTAL um 1312. Wissenschaftlich beabeitete Faksimile-Ausgabe. [Subskriptionsmappe mit Musterblatt.] – Luzern: Faksimile-Verlag o.J. [ca. 1980]. – 2°. [12] S. Broschüre, 1 Bl. Faksimile 48 x 35 cm. Krt.-Mappe.

Das Dominikanerinnenkloster St. Katharinental wurde 1242 gegründet. In seinem Skriptorium entstand eine der bedeutendsten gotischen Handschriften, das um 1312 vollendete Graduale von St. Katharinental. Die vorliegende Mustermappe diente zur Subskription der 1980 erschienenen Vollfaksimile Ausgabe. Die Seiten mit Miniaturen wurden dazu in einem kombinierten Photochrm/Lichtdruck-Verfahren und die Blattgoldauflagen mit einer metallisierenden Prägefolie reproduziert. Das Graduale umfasst 314 Blätter, wobei Blatt 190 als Muster für die Subskiption verwendet wurde.

Blatt 190 recto die Initiale «I» mit (von unten nach oben): 1. Heimsuchung; 2. Johannes der Täufer in der Wüste; 3. Johannes predigend; 4. Johannes weist auf Christus hin «Ecce Agnus Dei»; 5. Christus reicht dem Täufer die Hand; 6. Jüngstes Gericht.
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Blatt 190 verso: 1. Initiale «M» mit der Enthauptung des Johannes (rechts) und Salome bringt das Haupt des Johannes zur Tafel des Herodes (links); Initiale «G» mit der Geburt der Maria.
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DIESSENHOFEN und das ehemalige Kloster St. Katharinenthal. Illustrierter Führer. / Herausgegeben vom Orts- und Verkehrsverein Diessenhofen. – Diessenhofen: Buchdruckerei Fritz Forrer 1929. – 8°. 21 S. mit Abb., [3] S. Branchenregister. Br. mit zweifarbigem Original-Holzschnitt von C[arl]
R[oesch].

Umschlag mit dem zweifarbigen Holzschnitt von Carl Roesch

Werbung für das Photoatelier von M. Seidel

 

Bis wann das Geschäft an der Ecke Hauptstrasse/Basadingerstrasse betrieben wurde ist nicht bekannt, aber die Beschriftung PHOTO-ATELIER ist  bis heute erhalten geblieben (Photo 2009)


Diessenhofen. / Hans BAUMGARTNER [Photos] ; Heinrich Waldvogel [Text]. – Bern: Paul Haupt 1958. – 8°. 56 S. mit Tdr.-Abb. Krt. SU. – (Schweizer Heimatbücher ; 084)


Geschichte der Stadt Diessenhofen im Mittelalter. / Willi RÜEDI. – Diessenhofen: Fritz Forrer 1947. – Gr.8°. VIII, 304 S., 9 Bl. Tafeln. Ln. SU.


Diessenhofen, St Katharinenthal, Paradies. / Pietro MAIETTA [Photos] ; Friedrich Thöne [Text]. – o.O. o.V. 1965. – Kl.8°. 56 S. mit Abb. Krt.


800 Jahre Stadtrecht DIESSENHOFEN 1178-1978. / Fotos: Gert Wiedersheim. – Diessenhofen: Stadtgemeinde Diessenhofen [u.a.] 1978. – 8°. 47, [1] S. mit Abb., [8] S. separate Beilage «Stadtgemeinde Diessenhofen». Krt.


Stadtkirche Diessenhofen. Zur Erinnerung an die Restaurierung 1968-1972. / Albert KNOEPFLI [u.a.]. Photos von R. Wessendorf. – Diessenhofen: Evangelische Kirchenvorsteherschaft 1972. – 8°quer. 52 S. mit Abb. Halbkunstleder illustriert.


Diessenhofen TG. / Alfons RAIMANN. – Bern: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte 1985. – 8°. 31 S. mit Abb. Br. – (Schweizerische Kunstführer)


Das Kloster St. Katharinenthal [bei DIESSENHOFEN]. / Albert Knoepfli. – Basel: Wiese 1989. – 4°. XIX, 323 S. mit 308 schwarzweissen und 13 farbigen Abbildungen. Ln. SU. – (Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau ; 04)


Der Bezirk DIESSENHOFEN. / Alfons Raimann. – Basel: Wiese 1992. – 4°. XV, 431 S. mit 430 schwarzweissen und 8 farbigen Abbildungen. Ln. SU. – (Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau ; 05)


Diessenhofen in Ansichtskarten. 19. und 20 Jahrhundert. / Dieter FEY ; Simon Netztle. Herausgeber: Stadtgemeinde Diessenhofen. – Diessenhofen: o.V. 2007. – Gr.8°. 107 S. mit Abb. Pbd. ill. – (Diessenhofer Beiträge zur Geschichte und Kultur ; 03)


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