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Vier Photomuseen in Japan


Alle vier hier vorgestellten Photomuseen sind eine Reise wert. Alle vier befinden sich auf der japanischen Hauptinsel Honshu. Während die ersten zwei Museen in Tokyo für einen Japanreisenden leicht erreichbar sind, sind die anderen beiden ziemlich weit von den üblichen Reiserouten entfernt.


 Tokyo Metropolitan Museum of Photography


Das Tokyo Metropolitan Museum of Photography (TMMP) ist das grösste Photomuseum in Japan. Es ist sowohl der technischen wie der künstlerischen Entwicklung der Photographie in Japan gewidmet.

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Das TMMP erreicht man am einfachsten, indem man mit der Yamanote-Linie nach Ebisu fährt und von dort auf einem Rollband nach Yebisu Garden Place.

Vorbei an gewagten Architektur-Kombinationen ...

... und Ma-ku Do-na-ru-do ...

... gelangt man zum Museum.


 

Zu jeder Ausstellung gibt es einen umfangreichen Katalog, allerdings meist nur in Japanisch mit wenigen englischen Erklärungen. Hier drei Beispiele aus der Sammlung.


 JCII Camera Museum Tokyo


Jeder, der einmal eine japanische Analog-Kamera besass, kennt die kleinen goldenen «PASSED»-Kleber des Japan Camera and optical instruments Inspection and testing Institute, kurz JCII, welches seit 1954 alle exportierten japanischen Kameras (inklusive Objektiven) auf die Einhaltung der Qualitäts-Standards prüfte. Das Museum dieser Institution ist der technischen Entwicklung der Photographie gewidmet.

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Das Museum befindet sich östlich vom Kaiserpalast (Bild) im Stadtteil Chiyoda-ku, am einfachsten mit der Hanzomon Line (Subway) nach «Hanzomon» fahren.

Prunkstück der Sammlung ist eine Original Daguerre-Kamera von Giroux (links), neuerdings noch ergänzt durch eine Daguerre-Kamera von Bianci (rechts).

Die berühmte Voigtländer mit Petzval-Objektiv 1:3,7 (nicht 1:3,2).

Ein Nachbau der ersten japanischen Kamera «Cherry».


 

Der Hauptkatalog zur Sammlung des Museums.


 Ken Domon Museum of Photography, Sakata, Präfektur Yamagata


Ken Domon (1909-1990) ist wahrscheinlich der im Westen bekannteste japanische Photograph der älteren Generation. Seine Geburtsstadt Sakata baute ihm 1983 ein eigenes Museum (Architekt: Yoshio Taniguchi).

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Mit dem Shinkansen fährt man von Tokyo aus in 5 Stunden via Niigata nach Sakata (Bild). Bekannt ist die Gegend hauptsächlich für die «drei heiligen Berge von Dewa»: Haguro-san, Yudono-san und Gassan.

Die unendlich lange Treppe auf den Haguro-san.

Der heiligste von den drei Bergen ist der Yudono-san. Höhepunkt ist der dampfende, orange Felsen, der von heissem Quellwasser überflossen wird, und nur barfuss bestiegen werden darf.

Wegweiser zum steilen Aufstieg auf den dritten Berg, den Gassan.


Das wunderschön gelegene Ken Domon Museum of Photography.

Ausblick auf den See, wo gerade ein Vogelschwarm zwischengelandet ist ...

... und auf den japanische Garten ...

... und ein Blick durch die verregnete Scheibe auf den kleinen Wasserfall.


Erstausgaben der bedeutendsten Werke von Ken Domon befinden sich in der Sammlung: «Muroji» von 1954 ...

... «Hiroshima» von 1958 ...

... und «Chikuho no kodomotachi» von 1960.


Shoji Ueda Museum of Photography
Kishimoto (heute Hoki), Präfektur Tottori


Shoji Ueda (1913-2000) ist im Westen vor allem für seine surrealistischen Photographien bekannt, von denen viele in den Sanddünen von Tottori entstanden. Ueda wurde in der Präfektur Tottori geboren, und so steht auch hier das ihm gewidmete Photomuseum. Es wurde vom japanischen Architekten Shin Takamatsu erbaut und 1995 eröffnet.

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Das Shoji Ueda Museum of Photograpy befindet sich so ziemlich am Ende der Welt. Am lohnendsten ist es wohl, Matsue als Ausgangspunkt zu wählen, welches man mit dem Shinkansen via Okayama erreicht. Matsue war der Wohnort von Lafcadio Hearn, dessen Garten mit den blauen Kieselsteinen (Bild) man unbedingt besuchen sollte.

In den Sanddünen von Tottori entstanden viele der surrealistischen Photographien von Shoji Ueda. Die Dünen sind wirklich riesig. Hier wurde 1964 auch der bekannte Spielfilm, «Die Frau in der Dünen» nach dem Drehbuch von Kobo Abe gedreht.


Das Museum liegt einsam zwischen Reisfeldern.

 Ein anderer Ausblick.

Ein Raum des Museums ist eine riesige Camera obscura, in der die umliegende Landschaft kopfstehend an die Wand projiziert wird.

Das Objektiv wird als «the world largest camera lens» beschrieben:
Brennweite = 8,4 m, Blende = 1:32 (5 Elemente in 2 Gruppen)
Gewicht = 245 kg (mit Fassung 625 kg)


Eine der schönsten Publikationen von Shoji Ueda (1978)

 Eine Publikation des Museums über Shoji Ueda von 1997.

 

 Eine weitere Publikation des Museums, ohne Jahr (ca. 2000). Sie ist der Architektur des Museums gewidmet (Architekt: Shin Takamatsu).

Shoji Ueda in der «collection l'oiseau rare», Paris, 2000.


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