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1910: Erste deutsche Monographie über Harunobu Suzuki HARUNOBU. Mit 53 Abbildungen nach japanischen Originalen. / Julius Kurth. – München u. Leipzig: Piper 1910. – 4°. 123, [5] S. mit Abb. 2-53, Frontispiz mit mont. Farb-Abb. (= Abb. 1). Hln. – (Klassische Illustratoren ; 07) Photobibliothek.ch 11521
1913: «Der Tod in Venedig» im Jahr der Erstausgabe Der Tod in Venedig. Novelle. / Thomas MANN. – Achtzehnte Auflage. – Berlin: S. Fischer 1913. – 8°. 145 S. Halbpergament mit Rückenschildchen und Kopfgoldschnitt. 18. Tausend im Jahr der Erstausgabe. Ref.: Haack 13.2: Erste Auflage für den Handel; Potempa E 26.3; Bürgin I 8A. Photobibliothek.ch 49
1915: «Dada ist die beste Lilienmilchseife der Welt» Lilienmilchseife 75 Cts. Emaille-Werbetafel aus bombiertem Stahlblech 100 x 75 cm, o.J. [ca. 1915]. / BERGMANN & Co., Parfümerie & Toilette-Seifen-Fabrik, Zürich. – Links oben: "[Af]fichage National Neuchâtel". Rechts unten: "Matallwarenfabrik Zug". Am 14. Juli 1916 sagte Hugo Ball im Eröffnungs-Manifest zum 1. Dada-Abend in Zürich: «Wie erlangt man die ewige Seligkeit? Indem man Dada sagt. Wie wird man berühmt? Indem man Dada sagt. Mit edlem Gestus und mit feinem Anstand. Bis zum Irrsinn, bis zur Bewußtlosigkeit. Wie kann man alles Aalige und Journalige, alles Nette und Adrette, alles Vermoralisierte, Vertierte, Gezierte abtun? Indem man Dada sagt. Dada ist die Weltseele, Dada ist der Clou, Dada ist die beste Lilienmilchseife der Welt. Dada Herr Rubiner, Dada Herr Korrodi, Dada Herr Anastasius Lilienstein.» - Die Firma Bergmann, die die Lilienmilchseife herstellte, vertrieb auch ein Haarwasser und eine Lilien-Crème namens Dada. Deshalb gehen Bolliger/Magnaguagno/Meyer davon aus, dass Hugo Ball das Wort «Dada» möglicherweise bei Bergmann & Co. gefunden hat, zumal er ja die Lilienmilchseife, wie das Eröffnungs-Manifest beweist, mit Sicherheit gekannt hatte! - Interessant auch, dass auf der Webetafel nicht weniger als 7 Schriftarten kreuz und quer und übereinander angeordnet sind, das gleiche Chaos wie auf den Schriften und Plakaten der Dadaisten! War auch das Layout Inspiration der Dadaisten? Ref.: Bolliger/Magnaguagno/Meyer, Dada in Zürich, 1985, S. 25-27 (Neues zum Namensmythos), S. 256 (Eröffnungs-Manifest). – Zustand: Emaille-Absplitterungen Photobibliothek.ch 11808
1915: «Burgkrieg, nicht Burgfriede ist die Losung!» Die ZIMMERWALDER LINKE über die Aufgaben der Arbeiterklasse. – Zürich: Fritz Plat[t]en November 1915. – 8°. 8 S. Br. – (Internationale Flugblätter ; 01) Wichtiges Dokument zur Geschichte der Sozialdemokratie. Am 5. bis 8. September 1915 kamen 38 Sozialdemokraten aus 11 Ländern in Zimmerwald zusammen. Dabei wurde Lenins Resolutionsentwurf, der die Umwandlung des imperialistischen Krieges in eine soziale Revolution fordert («Burgkrieg, nicht Burgfriede ist die Losung!»), zugunsten eines abgeschwächten Manifests abgelehnt, welches von Leo Trotzki verfasst wurde. Das Papier enthält, neben einer Einleitung, sowohl die Resolution von Lenin wie das Manifest von Trotzki. Ref.: Solschenizyn, Lenin in Zürich, 1977, S. 52ff. Kraus, Die Saga von den kostbaren Büchern, 1982, S. 209/210 (Lenin-Briefe). – Provenienz: Wiener, Winterthur. Photobibliothek.ch 1558
1918: Thomas Manns Betrachtungen zum Ersten Weltkrieg Betrachtungen eines Unpolitischen. / Thomas MANN. – [Erstausgabe.] – Berlin: S. Fischer 1918. – 8°. XXXXIV, 611 S. Hln. Thomas Mann arbeitete von 1916 bis 1918 an seinem Buch über den Ersten Weltkrieg. Das Buch lag pünktlich zum Waffenstillstand Ende 1918 vor. Er vertritt eine patriotische Grundhaltung und weist die Angriffe und Vorwürfe des «Zivilisationsliteraten», gemeint ist sein älterer Bruder Heinrich Mann, entschieden zurück. Ref.: Haucke, Kat. V, Nr. 644. Haack 18: Erstdruck; Potempa G 108.1; Bürgin I 12; WG² 14. Photobibliothek.ch 50
1922: Frühes Grundlagenwerk zum japanischen Farbholzschnitt Der japanische Holzschnitt. Ein Abriss seiner Geschichte. Mit achtundachzig Abbildungen und drei Signaturtafeln. / Julius KURTH. – Neuntes bis dreizehntes Tausend, dritte durchgesehene Auflage. – München: Piper 1922. – 4°. 172 S. mit 87 Abb., 1 Bl. mit Abb. 22a. Hln. ill. Photobibliothek.ch 11523
1922: Standardwerk über den geheimnisvollsten Ukiyo-e-Künstler [Toshusai] SHARAKU. / Julius Kurth. – Zweite, stark bearbeitete Auflage. – München: Piper 1922. – 4°. [4], 215 S. mit 7 Textabb., 83 Tfln. und 1 Plan, 3 Bl. Farbtfln. Hln. SU. Standardwerk über den geheimnisvollsten japanischen Farbholzschnitt-Künstler: Sharaku tauchte 1794 aus dem Nichts auf, schuf 144 der bedeutendsten Farbholzschnitte und verschwand 1795 wieder spurlos von der Bildfläche. Seine Themen waren Kabuki-Theater und Sumo-Ringen. Ref.: Japanische Farbholzschnitte, 1993, S. 20. Photobibliothek.ch 2774
1924: Einen van Gogh für 3600 Franken Vincent van GOGH. Katalog mit Zusätzen aus den Briefen des Künstlers. / Kunsthaus Zürich. – Zürich: Kunsthaus 3.7.-10.8.1924. – 8°. 48 S. Br. Verzeichnet 99 Titel. «Den Verkauf vermittelt ausschliesslich die Zürcher Kunstgesellschaft, man melde sich im Sekretariat»: Von Fr. 3'600.- (Zeichnung «Olivengarten») bis Fr. 45'000.- (Gemälde «Die Feldarbeiter, nach Millet»). Photobibliothek.ch 9571
1926: Joyce als junger Mann Jugendbildnis. / James JOYCE. Deutsch von Georg Goyert. – [Deutsche Erstausgabe.] – Basel: Rhein-Verlag o.J. [1926]. – Kl.8°. 373 S. Krt. Ref.: Recklinghausen, Joyce, 1968, S. 82. Photobibliothek.ch 1537
1927: Hesses bekanntestes Buch Der Steppenwolf. / Hermann HESSE. – 1.-15. Tsd. [Erstausgabe.] – Berlin: S. Fischer 1927. – 8°. 289 S., 33 S. «Tractat vom Steppenwolf». Ln. Photobibliothek.ch 34
1927: «Das Buch vom Tee» in der französischen Erstausgabe Le Livre du Thé. / Kakuzo OKAKURA. Traduit de l'Anglais par Gabriel Mourey. Illustrations de Loka-Hasegawa. – [Französische Erstausgabe.] – Paris: André Delpeuch 1927. – Kl.8°. 159, [7] S. mit illustrationnen. Krt. ill. – (Orientales) Die Originalausgabe «The Book of Tea» von Kakuzo Okakura (1863-1913) erschien 1906, die deutsche Erstausgabe 1922 und die vorliegende französische 1927. Ref.: BnF (franz. EA = 1927). Photobibliothek.ch 11849
1927: Tuckolsky in Lourdes Ein Pyrenäenbuch. Mit 33 Abb. / Peter Panter [d.i. Kurt TUCHOLSKY]. – [Erstausgabe.] – Berlin: Verlag «Die Schmiede» 1927. – Gr.8°. 289 S. mit 1 Abb., [24] S. Tfln. mit 32 Abb. Ln. Illustrierte Erstausgabe (die weiteren Ausgaben erschienen bei Rowohlt und waren nicht illustriert). Photobibliothek.ch 78
——— Zweite Auflage, 1930 bei Rowohlt erschienen Ein Pyrenäenbuch. / Peter Panter [d.i. Kurt TUCHOLSKY]. – 6.-11. Tsd. – Berlin: Rowohlt 1930. – 8°. 249 S. Krt. SU (Photos von Kirche und Grotte). Diese 2. Auflage war die erste Ausgabe bei Rowohlt (die Erstausgabe erschien 1927 in Berlin im Verlag «Die Schmiede»). Photobibliothek.ch 80
1927: Tiger, Panter, Wrobel oder Hauser? Mit 5 PS. / Kurt TUCHOLSKY. – 5.-9. Tsd. – Berlin: Rowohlt 1927. – 8°. 379 S. Ln. SU. Der Schutzumschlag zeigt 5 cartes-de-visite, die die Pseudonyme Theobald Tiger, Peter Panter, Ignaz Wrobel und Kaspar Hauser sowie Tucholsky (Kind auf Schaukelpferd) darstellen. Im ersten Teil «Start» schildert Tucholsky die Geschichte der Pseudonyme. Photobibliothek.ch 77
1927: «Ulysses» in der Ausgabe von Shakespeare and Company Ulysses. / By James JOYCE. – 9th printing. – Paris: Shakespeare and Company, 12, rue de l'Odéon, May 1927. – Gr.8°. [6], 735 S. Broschur mit blauem Umschlag. «Ulysses» ist wohl der einflussreichste Romane des 20. Jahrhunderts. James Joyce (1882-1941) schrieb den Roman zwischen 1914 und 1921. Auszüge daraus, die ab 1918 in amerikanischen und englischen Zeitschriften erschienen waren, wurden wegen Obszönität konfisziert. Sylvia Beach (1887-1962) wagte dann 1922, eine erste vollständige Ausgabe in ihrer Buchhandlung Shakespeare and Company in Paris herauszubringen. Joyce wünschte das Buch in Griechisch-Blau eingebunden, wie die Flagge, die über dem Eingang von Shakespeare and Company wehte. Infolge Vergilbens ist das Griechisch-Blau im Laufe der Jahre eher zu einem ägäischen Meeres-Grün geworden. Auf Seite 5 (vor der eingedruckten Paginierung) ist die
Editionsgeschichte bis zum vorliegenden 9. Druck aufgeführt: Ref.: Sylvia Beach, Treffpunkt - ein Buchladen in Paris, 1962. – Zustand: Umschlag und Rücken mit Fehlstellen. Photobibliothek.ch 13473
——— Erste deutsche Buchhandelsausgabe 1930 Ulysses. 2 Bände. / James JOYCE. Vom Verfasser geprüfte definitive deutsche Ausgabe von Georg Goyert. – [Erste deutsche Buchhandelsausgabe.] – Zürich: Rhein-Verlag 1930. – 8°. 632 S.; 611 S. Hldr., Goldprägung, Marmorpapier. Die deutsche Übersetzung von Georg Goyert war die erste fremdsprachige Ausgabe des «Ulysses» überhaupt. Sie erschien zu einem Zeitpunkt (zuerst 1927 als Privatdruck), als das Buch im englischen Sprachraum noch verboten war. Die Kritik der Übersetzung reichte von «man glaubt das Original zu lesen» (Paul Fechter) bis zu «hier ist entweder ein Mord geschehen oder eine Leiche photographiert worden» (Kurt Tucholsky). Immerhin ist die Goyert'sche Übersetzung unter Mitarbeit von Joyce entstanden. Wie weit allerdings die deutschen Sprachkenntnisse von Joyce (und auch die englischen Sprachkenntnisse der Kritiker) reichten, ist umstritten. Ref.:Fischer-Seidel (Hrsg.), James Joyces «Ulysses», 1977, S. 105 ff. Photobibliothek.ch 40
——— Die Geschichte von «Shakespeare and Company» 1962 Treffpunkt - ein Buchladen in Paris. Mit 15 Abbildungen. / Sylvia BEACH. Aus dem Amerikanischen von Lilly v[on] Sauter. Fotos: Man Ray (2) Gisèle Freund (3) [u.a.]. – [Deutsche Erstausgabe.] – München: List o.J. [1962]. – 8°. 289, [3] S., 6 S. Tafeln. Ln. farbig ill. Sylvia Beachs amerikanische Buchhandlung in Paris «Shakespeare and Company» war für ein Vierteljahrhundert literarischer Mittelpunkt der Stadt. Gertrude Stein gehörte ebenso zu ihren Besucherinnen wie Ezra Pound, Ernest Hemingway und James Joyce. In ihren Erinnerungen entfaltet die inspirierte und inspirierende Buchhändlerin eine anschauliche Kulturgeschichte zwischen den beiden Weltkriegen. [Kurzbeschreibung der Neuausgabe von 1982.] - Die Originalausgabe «Shakespeare and Company» erschien 1959 in New York. Photobibliothek.ch 12175
Eine Gedenktafel an der rue de l'Odeon 12 erinnert an die ehemalige Buchhandlung von Sylvia Beach; heute ist es ein Modegeschäft
1928: Die «Dubliners» in der deutschen Erstausgabe Dublin. Novellen. / James JOYCE. Deutsch von Georg Goyert. – [Deutsche Erstausgabe.] – Basel: Rhein-Verlag o.J. [1928]. – Kl.8°. 310 S. Ln. SU. Mit dem seltenen Schutzumschlag, welcher ein photographisches Porträt von James Joyce und folgenden Text zeigt: «Die berühmten Novellen, in denen der irische Dichter seine Vaterstadt schildert. Seine Landsleute haben die erste Auflage auf dem Scheiterhaufen verbrannt.» Photobibliothek.ch 9804
1929: Mit dem ausserordentlich seltenen Schutzumschlag Das Lächeln der Mona Lisa. / Kurt TUCHOLSKY. – 1.-10. Tsd. – Berlin: Rowohlt 1929. – 8°. 387 S. Ln. SU. Mit dem bekannten Schutzumschlag. Sehr selten! Zustand: SU aufgedoppelt (Fehlstellen am Rücken) Photobibliothek.ch 79
1929: Mit «53 Stationen des Tokaido» in der Hoeido-Ausgabe Hizakurigé (Tokaido Circuit). / Jippensha IKKU. – Published by subscription, No. 141. – Kobe: Chronical Press 1929. – 4°. xii, [4], 411, [1] S. mit Textholzstichen, [10] Bl. Original-Farbholzschnitte. Ln. Ungekürzte englische Übersetzung des 1802 erstmals erschienenen «Tokaido-chu Hizakurige» (deutsch: «Auf Schusters Rappen auf dem Tokaido») von Jippensha Ikku (1765-1831). Es sind dies die Abenteuer der beiden Edo-Kleinbürger Yajirobei (Yaji) und Kitahachi (Kita). - Die Textholzstiche basieren auf den Original-Illustrationen, die teilweise auf Ikku zurückgehen. Die 10 Original-Farbholzschnitte stammen aus der Serie «53 Stationen des Tokaido» von Ando Hiroshige (1797-1858). Im einzelnen sind es die Blatt-Nummern: 1. Nihon-bashi (Beginn des Tokaido in Tokyo); 6. Totsuka (5. Station); 11. Hakone (10. Station); 17. Yui (16. Station); 22. Okabe (21. Station); 23. Fujieda (22. Station); 25. Kanaya (24. Station); 32. Arai (31. Station); 41. Narumi (40. Station); 55. Sanjo-ohashi (Ende des Tokaido in Kyoto). Ref.: Ando Hiroshige, Tokaido Landschaften, 1958, S. 13. Photobibliothek.ch 11527
Varia et Curiosa: Japanische Farbholzschnitte
1930: Kriegstagebuch «Schreib das auf, Kisch!» Das Kriegstagebuch. / Egon Erwin KISCH. – 1.-10. Tsd. – Berlin: Reiss 1930. – 8°. 293, [3] S. Ln. Kriegstagebuch vom 31. Juli 1914 bis 22. März 1915: Wenn ein Kamarad gefallen war, den alle rühmten, dann sagten sie mir: «Er war ein feiner Bursch. Schreib das auf, Kisch!» Und schliesslich wurde das «Schreib das auf, Kisch!», ein geflügeltes Wort. Photobibliothek.ch 1620
1930: Japanische Zwillinge Les jumeaux Japonais. / Anne MANGIN. Dessins de H. Armengol. – Paris: J. Ferenci et fils 1930. – 4°. 74, [1] S. mit farblithographischen Illustrationen. Hln. mit farbigen Deckel-Illustrationen. Illustrationen im Stile japanischer Farbholzschnitte. Erzählt wird der Alltag der japanischen Zwillinge Taro und Himé, die zum Schluss nach Europa reisen. Photobibliothek.ch 9405
1932: Ein weiteres Standardwerk über Sharaku [Toshusai] SHARAKU. / Fritz Rumpf. – Zweite Auflage. – Berlin Lankwitz: Würfel Verlag 1932. – 8°. XI, 132 S. mit Abb. Seideneinband. Standardwerk zum geheimnisvollsten Ukiyo-e-Künstler Sharaku. Photobibliothek.ch 12270
1933: «Vom Reichskanzler durchgesehen und genehmigt!» Hitler in der Karikatur der Welt. Tat gegen Tinte. / Ein Bildsammelwerk von Ernst HANFSTAENGL. – Elftes bis zwanzigstes Tausend. – Berlin: Verlag Braune Bücher Berlin Carl Rentsch. 1933. – 4°. 174, [2] S. mit Abb. Ln. Begleitzettel auf dem fliegenden Vorsatz: «Vom Reichskanzler durchgesehen und genehmigt!» - In dem 1933 in Deutschland erschienenen Band wird der Versuch unternommen, ausländischen Hitler-Karikaturen durch entsprechende Kommentierungen die «richtige» deutsche Sicht gegenüber zu stellen. - Die Website «German Propaganda Archive» des Calvin College befasst sich u. a. auch mit diesem Buch. Photobibliothek.ch 12279
1934: Goebbels' antisemitisches Tagebuch Vom Kaiserhof zur Reichskanzlei. Eine historische Darstellung in Tagebuchblättern (vom 1. Januar 1932 bis zum 1. Mai 1933). / Joseph GOEBBELS. – 5. Aufl. – München: Zentralverlag der NSDAP 1934. – 8°. 308 S. Ln. Photobibliothek.ch 25
1935: Früher Augenzeugenbericht aus einem Konzentrationslager Die Moorsoldaten. 13 Monate Konzentrationslager. Unpolitischer Tatsachenbericht. / Wolfgang LANGHOFF. – 14. Aufl. – Zürich: Schweizer Spiegel 1935. – Kl.8°. 327 S., 2 Ill. v. Jean Kralik. Ln. Wolfgang Langhoff (1901-1966) kam 1933 ins Konzentrationslager Börgermoor im Emsland, wo er 13 Monate inhaftiert blieb. 1934 floh er in die Schweiz, wo er am Schauspielhaus Zürich Arbeit als Regisseur und Schauspieler fand. 1935 wurde der autobiographische Bericht «Die Moorsoldaten» veröffentlicht, der nach der Übersetzung ins Englische weltweit Beachtung fand als einer der ersten Augenzeugenberichte über die Brutalität in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Photobibliothek.ch 7
1936: Im Giftschrank bis 31. Dezember 2015 Mein Kampf. Zwei Bände in einem Band. Ungekürzte Ausgabe. Erster Band: Eine Abrechnung. Zweiter Band: Die Nationalsozialistische Bewegung. / Von Adolf HITLER. – 178.-180. Aufl. – München: Zentralverlag der NSDAP Fr[an]z Eher Nachf[olger] 1936. – 8°. XXVI S., Frontispiz, [6], 781, [11] S. Blauer Leinenband mit Golddruck. Hitler schrieb «Mein Kampf» 1924 während seiner Festungshaft im oberbayerischen Landsberg am Lech. Ziel des Buches war die Darstellung der Entwicklung und der Ziele des Nationalsozialismus. Im Juli 1925 wurde der erste Band veröffentlicht, im Dezember 1926 der zweite. Bis 1930 erschien «Mein Kampf» in zwei Bänden. 1930 wurden die beiden Bände zur vorliegenden einbändigen Volksausgabe im damals üblichen Bibelformat zusammengefasst. Die Gesamtauflage lag 1943 bei 10,24 Millionen. Der Freistaat Bayern nimmt die Nutzungsrechte an «Mein Kampf» in Anspruch und verbietet jede Publikation; diese enden am 31. Dezember 2015 (70 Jahre nach Hitlers Tod). Ref.: Bücher, die die Welt verändern 415. Photobibliothek.ch 35
1936: «Das Zeitalter der Verantwortungslosigkeit» Adolf Hitler. Das Zeitalter der Verantwortungslosigkeit. Eine Biographie. / Konrad HEIDEN. Schutzumschlag Hans Los. – 8.-10. Tsd. – Zürich: Europa-Verlag 1936. – 8°. 447 S. Ln. SU. Auszug aus dem Klappentext: «Hitler, als Sinnbild und Verwirklicher des Zeitalters der Verantwortungslosigkeit wird aller Mystik entkleidet, die Geheimgeschichte der NSDAP, ihre wahren Gründer, Hintermänner und Geldgeber erscheinen im hellen Lichte einer wahrheitsernsten Geschichtsschreibung.» Ref.: Sternfeld/Tiedemann S. 201. Photobibliothek.ch 33
1936: Geschichte des Papiers Das Buch vom Papier. / Armin RENKER. – Zweite, neu bearbeitete Ausgabe. – Leipzig: Insel-Verlag o.J. [1936]. – Gr.8°. 192 S. Text, [40] S. mit 46 Lichtdrucken, 1 Karte, div. Muster. Hln. Bauchbinde. Muster: 4 Bl. mit 13 Original-Wasserzeichen, Papyrus, Pergament, 10 Bl. Papiermuster (China Reisstrohpapier, Japan Faser-Handbüttenpapier, handgeschöpftes Büttenpapier Zanders, Bütten Zerkall usw.). Ref.: Jechke, Blanke & Hauff 6/1682. Photobibliothek.ch 2787
1937: «Entartete Kunst» Führer durch die Ausstellung ENTARTETE KUNST. Die Ausstellung wurde zusammengestellt von der Reichspropagandaleitung, Amtsleitung Kultur. Sie wird in den grösseren Städte aller Gaue gezeigt. / Verantwortlich für den Inhalt: Fritz Kaiser, München. – Berlin: Verlag für Kultur- und Wirtschaftswerbung o.J. [1937]. – 8°. 32 S. mit Abb. Br. ill. Pamphlet zur berüchtigten Münchner Ausstellung «Entartete Kunst», welche parallel zur «Grossen Deutschen Kunstausstellung 1937» im «Haus der Deutschen Kunst» durchgeführt wurde. Der auf dem Titelblatt genannte Fritz Kaiser ist nicht weiter bekannt. Ref.: Schuster, Nationalsozialismus und Entartete Kunst, München 1987. Bolliger Kat. 9 (1983), Nr. 701. – Zustand: Reparierte Fehlstelle auf Titelblatt (ohne Textverlust) Photobibliothek.ch 900
——— Flugblatt zur Ausstellung Besuchet die Ausstellung «ENTARTETE KUNST». Gequälte Leinwand - Seelische Verwesung - Krankhafte Phantasien - Geisteskranke Nichtskönner. Seht euch das an! Urteilt selbst! Eintritt frei. Für Jugendliche verboten. – o.O. [München]. o.V. o.J [1937]. – 8°. Rotes Flugblatt einseitig in Fraktur bedruckt. Das berühmt-berüchtigte Flugblatt wurde an der Nazi-Ausstellung «Grosse Deutsche Kunstausstellung 1937» an potentielle Besucher für die Ausstellung «Entartete Kunst» verteilt. Photobibliothek.ch 3283
1937: «Deutsche Kunst» GROSSE DEUTSCHE KUNSTAUSSTELLUNG 1937. Im Haus der Deutschen Kunst zu München. 18. Juli bis 31. Oktober 1937. Veranstaltet vom Haus der Deutschen Kunst (Neuer Glaspalast). Offizieller Ausstellungskatalog. – München: Knorr & Hirth 1937. – 8°. 87 S. Text, 72 S. Tfln., 71 S. Anzeigen. Krt. ill. Die offizielle «Nazionalsozialistische Kunst». Gleichzeitig wurde die berüchtigte Ausstellung «Entartete Kunst» durchgeführt. Gekürzter Abdruck in: Nationalsozialismus und «Entartete Kunst», 2. Aufl., München, 1988, S. 224-241. Photobibliothek.ch 343
——— Vergleich «Deutsche Kunst» und «Entartete Kunst» 1938 Deutsche Kunst und entartete «Kunst». Kunstwerk und Zerrbild als Spiegel der Weltanschauung. / Adolf DRESLER [Hrsg.]. Umschlagbild von Heinrich Hoffmann. Aufnahmen der Kunstwerke von Erika Schmauss. – 5. Aufl. – München: Deutscher Volksverlag 1938. – 8°. 79 S. mit Abb. Krt. ill. Seite 33: «Die Bilder dieses Buches stellen eine knappe Auswahl von Werken aus der grossen deutschen Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst und von Zerrbildern aus der Ausstellung 'Entartete Kunst' dar.» Ref.: Bolliger Kat. 9 (1983), Nr. 703 (= EA, Ln. mit SU). – Zustand: Umschlag repariert Photobibliothek.ch 20
——— «Neue deutsche Malerei» 1941 Die neue deutsche Malerei. / Fritz Alexander KAUFFMANN. – Berlin: Deutscher Verlag 1941. – 8°. 83 S. mit Abb. Ln. – (Das Deutschland der Gegenwart) Abhandlung über das «nationalsozialistische Kunstverständnis» - im Gegensatz zur «entarteten Kunst». Photobibliothek.ch 42
1940: Adolf im Wunderland Adolf in Blunderland. A political parody of Lewis Carroll's famous story. / James DYRENFORTH ; Max Kester. With illustrations by Norman Mansbridge. – 5. Edition (revised). – London: Frederick Muller 1940. – 4°. 60 S. mit Ill. Pbd. ill. SU. Politische Parodie auf Lewis Carrolls «Alice im Wunderland», in der der kleine Adolf Hitler die verrücktesten Abenteuer erlebt. Photobibliothek.ch 694
1941: Totenmaske von Joyce In Memoriam James JOYCE. / Edited by C[arola] Giedion-Welcker. – Zürich: Fretz & Wasmuth 1941. – Gr.8°. 55 S., Frontispiz, 1 Tafel. Krt. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Frankreich floh Joyce 1940 nach Zürich. Dort erlitt er am 11. Januar 1941 überraschend einen Darmdurchbruch und musste operiert werden. Er überlebte die Operation nicht, er starb am 13. Januar 1941. Am 15. Januar wurde er auf dem Friedhof Fluntern beerdigt. – Bildlegende zum Frontispiz: «Death-Mask of James Joyce executed under the direction of the sculptor Paul Speck. Photograph by Hans Finsler, Zurich.» Bildlegende zur Tafel: «James Joyce, "Platzspitz" Zürich, 1938. Photograph by C. Giedion-Welcker.» Photobibliothek.ch 9
James Joyce (1882-1941) beobachtet die Besucher seines Grabes im Friedhof Fluntern in Zürich. Seine Frau Nora Barnacle (1884-1951) und sein Sohn Giorgio Joyce (1905-1976) sind im gleichen Grab bestattet.
1944: «Woge von Kanagawa» Vom Otsu-e zum berühmtesten Bild der Welt. Geschichte der japanischen Holzschnittkunst. / Julius MAEDER. – Zürich: Hofmann 1944. – 4°. [40] S. mit 41 Abb., [3] Bl. Farbtafeln. Pbd. mit speziellem Japanpapier mit eingelagerten Haaren bezogen. Seidenpapier-Umschlag (wahrscheinlich original). Die dritte Farbtafel zeigt, wie der Titel sagt, das «berühmteste Bild der Welt» von Hokusai «Woge von Kanagawa». Photobibliothek.ch 10976
1944: Tagebuch aus dem Jahr 1000 Das Kopfkissenbuch der Dame SEI SHONAGON. / Nach dem ums Jahr 1000 verfassten «Skizzenbuch unterm Kopfkissen» bearbeitet von Helmut Bode. Einband von A. Woelfle. – 1.-9. Tausend. – o.O. [München]: Ernst Heimeran 1944. – Kl.8°. 96 S. Pbd. ill. Deutsche Erstausgabe. Stark gekürzt nach der englischen Auswahl von Nobuko Kobayashi «The Sketch Book of the Lady Sei Shonagon», 1930 erschienen bei John Murray, London. Mehr oder weniger identisch mit den späteren Ausgaben im Insel Verlag (Insel-Bücherei Nr. 998). Photobibliothek.ch 11522
1946: Hugo Balls Tagebücher Flucht aus der Zeit. / Hugo BALL. – [Dritte Ausgabe.] – Luzern: Josef Stocker 1946. – Gr.8°. XXIX, 311 S. mit Frontispiz. Ln. SU. Ein Querschnitt aus Hugo Balls Tagebüchern von 1913 bis 1921. Neben der «Chronique zurichoise» von Tristan Tzara (im Dada-Almanach, 1920) ist dies der ausführlichste und authentischste Bericht über den Dadaismus in Zürich. - 1. Ausgabe = 1927. 2. Ausgabe = 1931 mit Vorwort von Hermann Hesse. Nur die vorliegende 3. Ausgabe mit Vorwort von Emmy Ball-Hennings und mit Photo der Totenmaske Hugo Balls als Frontispiz. Ref.: Dada in Zürich, 1985, Einzelschriften No. 72. – Zustand: SU etwas fleckig Photobibliothek.ch 11830
1947: Der bedeutendste Schweizer Ukiyo-e-Sammler Meister des japanischen Farbholzschnittes. / Willy BOLLER. Mit Photographien von R. Spreng. – Bern: Urs Graf 1947. – 2°. 174 S. mitAbb., [6] Bl. Farbtafeln. Hln. SU. Standardwerk. Willy Boller war der bedeutendste Schweizer Sammler japanischer Farbholzschnitte. Seine Sammlung befindet sich heute im Rietbergmuseum Zürich. Photobibliothek.ch 11524
1947: Berühmtes Künstlerbuch als Faksimile Jazz. / Henri MATISSE. – Faksimile der 1947 bei Verve in Paris erschienenen Originalausgabe. Third printing. – New York: George Braziller 1984. – 2°. XVIII, 146, [10] S. mit XX farbigen Pochoirdrucken. Ln. in Schuber. SU (Faksimile des Original-Umschlags). S. I-XVIII: Introduction by Riva Castleman; The Text by Henri Matisse translated from the French by Sophie Hawkes. Photobibliothek.ch 10113
1950: Deutsche Erstausgabe von Anne Franks Tagebuch Das Tagebuch der Anne Frank. 14. Juni 1942 - 1. August 1944. / Anne FRANK. Mit einer Einführung von Marie Baum. Aus dem Holländischen übertragen von Anneliese Schütz. – [Deutsche Erstausgabe.] – Heidelberg: Lambert Schneider 1950. – 8°. VII, [1], 273, [2] S., [4] S. Tfln. Ln. SU. Übersicht: Holländische Erstausgabe: Contact, 1947, Typoskript II mit Kürzungen durch Verlag. Dt. Erstausgabe: Schneider, 1950, Typoskript II ohne Kürzungen, zahlreiche Übersetzungsfehler, mässiger Erfolg (ca. 4500 Expl.). Taschenbuchausgabe: Fischer, 1955, Lizenzausgabe von Schneider, zusätzlich «Kaatje» und «Katrientje». Kritische Ausgabe: Fischer, 1988, Tagebücher - lose Blätter - bisherige Fassung. Endgültige dt. Fassung: Fischer, 1991, um gut ein Viertel umfangreicher. Photobibliothek.ch 23
1952: Albert Einsteins Verhältnis zur Schweiz Albert EINSTEIN und die Schweiz. / Carl Seelig. – Zürich, Stuttgart, Wien: Europa Verlag 1952. 253 S., Frontispiz v. Trude Fleischmann, 12 Bl. Tfln. Ln. SU. Handschriftliche Widmung von Carl Seelig an Teo Otto, den bekannten Bühnenbildner am Schauspielhaus Zürich. Ref.: Schweizer Familien Wochenblatt 6/1950, S. 22/23 (Beitrag über Teo Otto). Photobibliothek.ch 3
1952: Das Atelier von Matisse Prestiges de [Henri] MATISSE. Précéde de: Visite à Matisse - Entretiens avec Matisse. Avec quattorze hors-texte, dont trois en couleurs. / André Verdet. Couverture spécialement composée par Matisse. – Paris: Editions Emile-Paul 1952. – 8°. 121, [6] S. mit 14 s/w Abb., 3 Bl. Farbtafeln. Krt. Bemerkenswerte Falt-Farbtafel mit einer Aufnahme des Ateliers von Matisse (Photo Bérard & fils, Nice). Photobibliothek.ch 10114
1953: Der Pazifist Albert Einstein Mein Weltbild. / Albert EINSTEIN. Hrsg. v. Carl Seelig. – Neue, durchgesehene und wesentlich erweiterte Aufl. (EA = 1934). – Zürich, Stuttgart, Wien: Europa Verlag 1953. – 8°. 275 S. Ln. SU von F. Morf. Photobibliothek.ch 1
1954: «Felix Krull» als vollständiger Roman Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull. Der Memoiren erster Teil. / Thomas MANN. – Erstes bis zwanzigstes Tausend. – Frankfurt am Main: S. Fischer 1954. – 8°. 441, [1] S. Ln. SU von Martin Kausche. Dies ist die Erstausgabe des vollständigen Romans. 1922 und 1937 waren bereits Fragmente erschienen. Ref.: WG2 22 (1922); WG2 65 (1937); WG2 130 (1954). Photobibliothek.ch 12790
1956: Frottagen Max ERNST - Histoire naturelle. Dessins inédits. – Paris: Berggruen & Cie o.J. [1956]. – 8°. [24] S. mit [19] Lichtdrucken. Krt. Die Zeichnungen entstanden 1925 durch Abreiben von Gegenständen mit rauher Oberfläche (Frottagen). Ref.: Bibliothèque nationale de France (Internet): Exposition Ernst (Max), 1956. Photobibliothek.ch 776
1956: Petrulus Hirrutus Petrulus Hirrutus «Der Struwwelpeter» sive fabulae lepidae et picturae iocosae quas invenit ac depinxit Henricus Hoffmann doctor medicinae. / [Heinrich HOFFMANN.] Picturas secundum Hoffmanni exemplar delineavit et lignis in cidit Fridericus Kredel. Versiculos in sermonem latinum transtulit Eduardus Bornemann. – Francoforti Moenani [Frankfurt am Main]: in aedibus Rütten & Loening bibliopolarum 1956. – 4°. Schmutztitelblatt, Titelblatt, [24] Bl. mit farbigen Illustrationen, [6] Bl. Beilage «Nachwort für meine kleinen und grossen Leser». Hln. ill. Die gesuchte lateinische Ausgabe des «Struwwelpeter». Zustand: Beilage «Nachwort...» fehlt Photobibliothek.ch 11814
1958: Nach dem Drehbuch «Es geschah am hellichten Tag» Das Versprechen. Requiem auf den Kriminalroman. / DÜRRENMATT, Friedrich. Umschlag von Hans Bächter. – [Erstausgabe.] – Zürich: Arche 1958. – 8°. 244 S. Ln. SU. Der Roman von Friedrich Dürrenmatt (1921-1990) entstand aus dem Drehbuch für den Film «Es geschah am hellichten Tag» von Ladislao Vajda (Darsteller: Heinz Rühmann als Kommissär Matthäi und Gert Fröbe als Mörder Schrott). Der Roman unterscheidet sich stark vom Film. Während im Film der Kommissär den Mörder findet, findet er ihn im Roman nicht und wird wahnsinnig. Im Jahre 2000 entstand der Film «The Pledge» von Sean Penn (Hauptdarsteller: Jack Nicholson als Polizeidetektiv Black), der inhaltlich dem Roman viel näher ist, auch wenn die Handlung in die USA verlegt wurde. Ref.: WG2 Dürrenmatt 22. Photobibliothek.ch 13082
1961: Bilderbogen EPINAL et l'imagerie populaire. / Jean, François Blaudez Mistler ; André Jacquemin. – o.O. [Paris]: Librairie Hachette 1961. – 4°. 189, [3] S. mit Abb., 15 Tfl.-Abb., XIII Bilderbogen farbig. Franz. Br. SU (Bilderbogen «Frize des Douze Apôtres»). – (Bibliothèque des Guides Bleus) Standardwerk über die Bilderbogenproduktion in Epinal. Photobibliothek.ch 1609
1967: Gesamtauflage 800 Millionen in 4 Jahren Worte des Vorsitzenden MAO TSE-TUNG. – Erste Auflage. [Erste deutsche Übersetzung der zweiten Auflage der chinesischen Originalausgabe.] – Peking: Verlag für fremdsprachige Literatur 1967. – 16°. [8], V, 370, [4] S. Krt. in roter Kunststoffhülle. Deutsche Erstausgabe des legendären «Kleinen Roten Buches». In der Geschichte des Buches ist dies das Buch mit der grössten Auflagensteigerung in kürzester Zeit: Zwischen Juni 1966 und November 1970 erreichte das Buch eine Auflage von 800 Millionen! Die Gesamtauflage ist sicher über eine Milliarde, Schätzungen gehen bis 6,5 Milliaren (Wikipedia). - Als Vorläufer des Buches gelten die fünf Bände «Mao Ze Dong Xuan Yi» (= Ausgewählte Werke Mao Tse-Tungs), die zwischen 1951 und 1977 erschienen. Die eigentliche Erstauflage von «Mao Zhu Xi Yu Lu» (= Worte des Vorsitzenden Mao) mit 30 Kapiteln erschien im Mai 1964, die zweite Auflage mit 32 Kapiteln im März 1965, und die dritte bzw. erste vollständige Auflage mit 33 Kapiteln erschien dann im August 1965. Alle diese Ausgaben sind ausserordentlich rar. Mit der als «zweite Auflage» bezeichneten Ausgabe vom Dezember 1966 begann erst der Aufstieg des Buches, und diese «zweite Auflage» bildete auch die Grundlage für die ersten fremdsprachigen Übersetzungen. Ref.: Ausstellung «Les 3 revolutions du livre» im Musée des Arts et Métiers, Paris, 2002. Oliver Lei Han, Sources and Early Printing History of Chairman Mao's «Quotations». Photobibliothek.ch 12241
——— Andere Ausgaben des Kleinen Roten Buches Das MAO TSE-TUNG Brevier. Der Katechismus der 700 Millionen. / Herausgegeben und eingeleitet von Fritz C. Steinhaus. Aus dem Englischen übertragen von Fritz C. Steinhaus nach der bei Foreign Languages Press, Peking, 1966 erschienenen Ausgabe «Quotations from Chairman Mao Tse-tung». – Würzburg: Marienburg-Verlag (H. O. Holzner) Frühjahr 1967. – 8°. 205, [2] S. Blauer Krt.-Einband mit roter Schrift. Im Jahre 1967 erschienen 3 deutsche Übersetzungen: 1. Die vorliegende von Fritz C. Steinhaus, 2. eine von Tilemann Grimm in der Fischer Bücherei und 3. die Pekinger-Ausgabe im Verlag für fremdsprachige Literatur in Peking. Die vorliegende Ausgabe ist wahrscheinlich die «echte» deutsche Erstausgabe des legendären «Kleinen Roten Buches». Das Vorwort ist mit «Frühjahr 1967» datiert und ein Eintrag der Buchhandlung trägt das Datum «6.67». Weil die Übersetzung nach der englischen Pekinger-Ausgabe von 1966 erfolgte, unterscheidet sich die Wortwahl stark von der deutschen Pekinger-Ausgabe. Photobibliothek.ch 12856
——— [Die wichtigsten Fragen.] [Worte des Vorsitzenden Mao - Fünf Werke des Vorsitzenden Mao - Gedichte des Vorsitzenden Mao.] / MAO TSE-TUNG. – Dünndruckausgabe. – Beijing: August 1968. – 16°. [4] Bl., 3, 2, 270 S. [4] Bl., 38 S., [1] Bl., 3, 58 S. Krt. in roter Kunststoffhülle. Frühe Dünndruck-Ausgabe des legendären «Kleinen Roten Buches». Neben «Worte des Vorsitzenden Mao» enthält das Büchlein zwei weitere Teile: «Fünf Werke des Vorsitzenden Mao» und «Gedichte des Vorsitzenden Mao». Die Kalligraphie Lin Biao's «Studiert die Werke des Vorsitzenden Mao Tse-Tung, hört auf seine Worte und handelt nach seinen Weisungen» ist ergänzt um die Worte «Seid gute Soldaten von Mao Tse-Tung». Provenienz: Shanghai 2004. Photobibliothek.ch 12186
1974: «Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann» Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann. Erzählung. / Heinrich BÖLL. – [Erstausgabe.] – Köln: Kiepenheuer & Witsch 1974. – 8°. 188, [4] S. Ln. SU. Ref.: WG2 114. Photobibliothek.ch 11815
1974: Schweizer Holzschnitte Xylon - Der Schweizerische Holzschnitt 1974. / GEWERBEMUSEUM WINTERTHUR 9. Juni bis 14. Juli 1974. – Kl.8°. [8] S. Text, 19 S. Originalholzschnitte. Br. SU. 4 der Originalholzschnitte sind signiert: Heinz Keller, Emil Zbinden, Robert Wyss, Peter Wullimann. Photobibliothek.ch 570
1989: Max Frischs letztes Buch Schweiz ohne Armee? Ein Palaver. / Max FRISCH. – Erstausgabe. – Zürich: Limmat 1989. – 8°. 91 S. Krt. Ref.: WG2 54. Photobibliothek.ch 1430
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