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Film: Objekte

 

 


1775: Guckkastenblatt mit Tag- und Nachteffekt

Gesigt over de Haven naa Kerk tot Gouda - Veduta lopra il porto verso della Chiesa a Gouda. GUCKKASTENBLATT für vorderseitige und rückseitige Beleuchtung, altkolorierter Kupferstich, Bildgrösse 27,3 x 40,0 cm, Karton- u. Blattgrösse 28,5 x 44 cm, o.J. [ca. 1775].

Zustand: Knapp beschnitten (Textverlust)

Photobibliothek.ch 2840

Tagansicht (vorderseitige Beleuchtung)
Cursor auf Bild: Nachtansicht (rückseitige Beleuchtung)


1790: Das Zograskop, der Guckkasten fürs Wohnzimmer

ZOGRASKOP. Betrachtungsgerät für Guckkastenbilder, Höhe: 50 cm, o.J. [ca. 1790].

Guckkästen waren zunächst nur eine Sensation auf Jahrmärkten. Mit dem Zograskop konnten Guckkastenbilder auch im Wohnzimmer ohne künstliche Beleuchtung betrachtet werden. - Ein praktisch identisches Gerät ist auf einem Gemälde von Louis Léopold Boilly (1761-1845) abgebildet, welches Frau und Sohn von Jean Paul Marat (1743-1793) zeigt.

Ref.: Ganz, Die Welt im Kasten, 1994, S. 63. Von der Camera obscura zum Film, 1992, S. 13. Coe Photography, 1981, S. 27. – Zustand: Linse und Spiegel nicht aus der Zeit

Photobibliothek.ch 2701


1850: Daguerre's Diorama für Zuhause

POLYORAMA PANOPTIQUE. H = 18 cm, B = 22 cm, T = 16 cm (geschlossen), o.J. [ca. 1850]. Mit 6 Tag/Nacht-Bildern: Le Chemin de Fer de Paris à Toure. Le Boulevard Ste. Denise. Le Palais Royal. St. Bavon à Gand. Chateau de Windsor. Chapelle de Holy-rood (Edinbourg).

Das Polyorama Panoptique wurde am 21. Februar 1849 zum Patent angemeldet. Durch zwei Klappen kann das Licht stufenlos zwischen Auflicht (Tageffekt) und Durchlicht (Nachteffekt) variiert werden, genau wie das Original-Diorama von Daguerre.

Ref.: Füsslin, Der Guckkasten, 1995, S. 91-93. Ganz, Die Welt im Kasten, 1994, S. 69. Braive, Das Zeitalter der Photographie, 1965, S. 34. Verwiebe, Lichtspiele, 1997.

Photobibliothek.ch 4303


1860: Verzerrte Bilder

[ANAMORPHOSEN.] 3 handkolorierte Zylinderanamorphosen (Lithographien), 16,6 x 19,9 cm, o.J. [ca. 1860].

Die Anamorphosen sind über einen Zylinderspiegel von etwa 28 mm Durchmesser zu betrachten und zeigen 1) einen Geck, 2) einen Papageno und 3) eine Königin. - Zylinderanamorphosen sind seit Anfang des 17. Jahrhunderts bekannt. Anweisungen zu deren Herstellung sind zu finden bei Schott, Dubreuil, Wiegleb usw.

Ref.: Füsslin/Hentze, Anamorphosen, 1999.

Photobibliothek.ch 11828


1865: Phenakistiskop oder Lebensrad

PHENAKISTISKOP oder Lebensrad. Durchmesser 17,0 cm, 10teilig, ohne Schlitze, o.J. [ca. 1865].

Hauptmotiv: Schuhmacher, der einen Schuh näht, den Mund öffnet und schliesst, die Augen hin und her bewegt. Zentumsmotiv: Katze, die einer Maus nachjagd. - Betrachtung a) direkt durch eine gegenüberliegende Schlitzscheibe oder b) indirekt durch eine Schlitzscheibe in einem Spiegel. - Das Phenakistiskop oder Lebensrad wurde 1833 gleichzeitig von Joseph Antoine Plateau und  Simon Stampfer erfunden. Die Schlitzbreite ist ein Kompromiss zwischen Schärfe (möglichst eng) und Helligkeit (möglichst breit). Dieser Nachteil wurde erst 1877 durch Emile Reynaud mit dem Praxinoskop gelöst, bei dem der Bildwechsel ohne Schärfeeinbusse und Lichverlust über einen Spiegelkranz erfolgt.

Ref.: Füsslin, Optisches Spielzeug, 1993. Spira, 2001, S. 182 (Datierung).

Photobibliothek.ch 11827


1890: Praxinoskop

PRAXINOSKOP. Betrachtungsgerät für 12er Bildstreifen 5,5 cm, Durchmesser: 21,5 cm, Höhe: 20,5 cm, o.J. [ca. 1890]. Mit 6 Bildstreifen von Emile Reynaud.

Die 6 Bildstreifen sind Originalmotive vom Erfinder des Praxinoskops, Emile Reynaud (1844-1918): Le rôtisseur - La danse sur la corde - Le jeu de corde - Les scieurs de long - Le petit moulin à eau - Le singe musicien.

Ref.: Füsslin, Optisches Spielzeug, 1993, S. 78-101 (Bildstreifen).

Photobibliothek.ch 2702


1895: Laterna magica

[Climax.] Laterna magica, o.J. [ca. 1895]. / E[rnst] P[LANK, Nürnberg]. – Schwarz und rot lackiertes Weissblech, teilweise poliertes Messing. Petrollampe mit Hohlspiegel und Kondensor. Objektivträger reich verziert, mit Firmensignet "E.P."

Die Firma «Ernst Plank, Fabrik optischer und mechanischer Waren» wurde 1866 in Nürnberg gegründet. Neben Laterna magicae fertigte sie auch ander Arten von Spielzeugmaschinen, wie Dampfmaschinen, Dampfboote, Eisenbahnen usw. Ernst Plank war der zweitgrösste Spielzeughersteller in Nürnberg, nach den Gebrüdern Bing.

Ref.: Hrabalek Abb. 99. Auer/Guide 2577.

Photobibliothek.ch 2125