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Max Seidel, Zimmerleute, 1930  

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Der Bildberichter Max Seidel

«Eigentlich bin ich gar kein Photograph, ich bin ein Bildberichter
– ich berichte durch das Bild»

(Max Seidel in einem Dokumentarfilm des Bayerischen
Rundfunks zu seinem 80sten Geburtstag im Jahre 1984)

Max Seidel war ein deutscher Photograph, Photoreporter, Filmemacher und Buchgestalter. Er wurde am 1. Januar 1904 in Plaue (Sachsen) geboren. 1929 erwarb er in Diessenhofen ein Photoatelier. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Welkriegs zog er mit seiner Familie nach Mittenwald (Bayern), wo er am 12. April 1993 im hohen Alter starb.

Bildrechte: Soweit nicht anders vermerkt, stammen alle hier abgebildeten Photographien und Zeitschriften aus dem Nachlass von Max Seidel, der durch seine Enkelin, Martina Geissler-Mack, in Stuttgart verwahrt wird. Ich danke herzlich für den freundlichen Empfang in Stuttgart und die Überlassung der Bildrechte für diese Seite. HRG

>>> Ausstellung «Max Seidel – Bildberichter» im Geigenbaumuseum Mittenwald


Erste Reisereportagen in den 20er Jahren

Nach einer Lehre als Eisenbeton-Facharbeiter (und möglicherweise einer Photographenlehre in Zittau) besuchte Max Seidel 1920-1922 die Kunstgewerbeschule in Dresden, wo er neben graphischen Techniken auch Photographie studierte. Danach war er drei Jahre lang auf Reisen in Lappland, Palästina, Ägypten und der Türkei unterwegs und photographierte mit einer 9x12-cm-Plattenkamera Land und Leute. Die Nachfrage nach Reportagen aus fernen Ländern war zu dieser Zeit gross, und so gelang es ihm, seine Reportagen erfolgreich an illustrierte Zeitschriften zu verkaufen. Er wurde Photoreporter, oder, wie er sich selbst gerne nannte, Bildberichter.

1926/1927 arbeitete er in Berlin für für die Photoagentur Globophot. Dabei machte er hauptsächlich Aufnahmen von Theateraufführungen und Kunstausstellungen, die dann in der «Berliner Illustrierten» und in anderen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Doch das Leben in der Grossstadt gefiel ihm auf die Dauer nicht. Ihm fehlte die Natur, und so suchte er nach einer Veränderung.

Hacker (Vorname unbekannt), Photograph in Zittau: Max Seidel als junger Mann um 1920. Diese Aufnahme ist deshalb interessant, weil Seidel schrieb, er hätte vor der Kunstgewerbeschule in Dresden eine Fotografenlehre in Zittau absolviert. Beim Photographen Hacker könnte es sich also um seinen Lehrmeister handeln.

Frühe Reisereportage «Ostern in Jerusalem»
Welt im Bild, 4.4.1926


Diessenhofen 1929-1939

In einer Annonce sah Max Seidel, dass in Diessenhofen ein Haus mit Photoatelier zum Verkauf stand. Er bewarb sich darum und konnte das Haus «zur Höll» im März 1929 Robert Gogel abkaufen. Am 24. Mai übernahm Seidel eine Diebstahl-Versicherungspolice von Otto Bernauer, Photohaus Diessenhofen – Bernauer war also sein Vorgänger. Im Juni 1929 bekam Seidel die Niederlassungs-Bewilligung in Diessenhofen, und noch im gleichen Jahr heiratete er seine langjährige Freundin Marianne Wiese.

Im illustrierten Führer «Diessenhofen und das ehemalige Kloster St. Katharinenthal» von 1929 machte der Neuankömmling Werbung für sein Photoatelier. Wie Zeitzeugen erzählen und wie zahlreichen Photos belegen, war Seidel in Diessenhofen und Umgebung bald als Photograph anerkannt. Sein Konkurrent war nach heutigem Kenntnisstand Stanislaw Dobrzanski, dessen Familie früher selbst im Haus «zur Höll» tätig war und jetzt wahrscheinlich ein Photo-Atelier an der Hauptstrasse sowie eine Filiale in Stein am Rhein unterhielt.

Mehr und mehr war Seidel – neben seiner Tätigkeit als «Stadtphotograph» – wieder als Photopeporter tätig. Zusammen mit Paul Senn, Hans Staub und anderen gehörte er ab 1931 zum Photographenstab der «Zürcher Illustrierten» von Conzett & Huber, die von Arnold Kübler geleitet wurde. Auch in anderen Zeitschriften erschienen seine Reportagen: in den «Wochen-Blättern» von Conzett & Huber, in der «Sport Illustrierten» von Birkhäuser und in der «Schweizer Illustrierten» von Ringier. Markenzeichen dieser Reportagen war oft Seidels Motorrad mit Seitenwagen, das im Text erwähnt oder sogar abgebildet war, wie in «Blitzfahrt nach Italien» im Sommer 1933.

Von lokalem Interesse waren vor allem zwei Photoreportagen: «Die Dorfsensation» über ein Storchennest in Schlattingen in der «Zürcher Illustrierten» vom 3.8.1934 und ein Artikel über die Äschenfischer von Diessenhofen, der in der «Schweizer Illustrierten» vom 10.11.1937 veröffentlicht wurde.

1935 und 1936 dreht er einige Dokumentarfilme über Diessenhofen sowie einen Film über die Rundstrecken-Autorennen in Bern. Der Film «Diessenhofen» besteht aus zwei Teilen, wobei der erste Teil mit dem Hinweis «Pause» endet – Seidel führte den Film also wahrscheinlich der Diessenhofer Bevölkerung in einem Kino- oder Theatersaal vor. (Weitere Angaben zu den Filmen in der Filmographie.)

Ab 1937 bemühte sich Seidel um die Schweizer Staatsbürgerschaft. Doch er machte einen schweren Fehler mit weitreichenden Konsequenzen: er photographierte vom deutschen Ufer aus die getarnten Baustellen für die Schweizer Grenzbefestigung. Als er über die Brücke nach Diessenhofen zurückkehren wollte, wurde das Filmmaterial beschlagnahmt und Seidel festgenommen. Nach einem Rechtsstreit wurde er zu einer Busse von 200 Franken verurteilt. Viel schlimmer war jedoch, dass er damit angreifbar wurde und vermehrt der anti-deutschen Stimmung eines Teils der Diessenhofer Bevölkerung ausgesetzt war. Erschwerend kam noch hinzu, dass er seine Stelle bei der «Zürcher Illustrierte» kündigte und nur noch für die «Schweizer Illustrierte» arbeitete. Bemerkenswert ist immerhin, dass er noch einen SI-Presseausweis für das ganze Jahr 1939 bekam.

In hoffnungsloser Lage, Schweizer zu werden und genügend Arbeit zu finden, musste die Familie im Frühling 1939 nach Deutschland zurückkehren. Das Haus «zur Höll» blieb im Besitz Seidels. Er vermietete es an einen Karl Werner, der wohl kein Photograph war. Einen Teil seines Warenbestandes konnte er noch an Jos. Vetterli verkaufen, der eine Gemischtwarenhandlung in Diessenhofen betrieb. Zu einer Geschäftsübernahme durch Vetterli, wie aus einem Vertragsentwurf hervorgeht, kam es aber wohl nicht.

Ein Darlehen von Conzett & Huber konnte Seidel nicht zurückbezahlen, und so kam es nach der Bombardierung der Brücke durch die Amerikaner im Jahre 1944, bei der das Haus wahrscheinlich erheblich beschädigt wurde, zu einer Zwangsversteigerung. Max Seidel, der zu dieser Zeit noch bei der Truppe war und später in Kriegsgefangenschaft geriet, und seine Frau konnten die Schulden infolge Devisensperre nicht zurückzahlen. So mussten sie tatenlos zusehen, wie das Haus verkauft wurde.

Zeit seines Lebens sagte Max Seidel, dass er nie Informationen an Hitler-Deutschland geliefert habe. Der Kontakt zu einigen Bewohnern von Diessenhofen, die ihm damals geholfen hatten, brach nie ab.

Werbung im illustrierten Führer «Diessenhofen und das ehemalige Kloster St. Katharinenthal» von 1929 (Photobibliothek.ch 1835)


Privatphotos

Zwei Selbstporträts aus der Zeit in Diessenhofen

Presseausweis für die Olympischen Spiele Berlin 1936

Presseausweis der Schweizer Illustrierten für das Jahr 1939

Seidel mit seiner Frau Marianne in ihrem Laden in Diessenhofen. Die Aufnahme wurde anfangs der 30er Jahre mit einer Kornraster-Farbplatte aufgenommen (wahrscheinlich von Agfa, wenn man das Angebot des Ladens anschaut).

Spaziergang samt Hund auf der deutschen Seite. Die Frau ist Marianne Seidel, der Mann könnte Max Seidels Bruder Martin sein, und Seidel selbst wäre dann wohl der Photograph. Auf der anderen Seite des Rheins sieht man ihr Wohnhaus mit Atelier und Laden, das leicht an der Aufschrift «Photographie» erkennbar ist.

Blick nach Osten, auf dem Balkon Marianne Seidel mit den zwei Töchtern. Unten ist gut der Atelieranbau mit den grossen, schräggestellten Fenstern erkennbar.

Das Haus ist rundum beleuchtet, so dass der Schriftzug «Photographie» auch nachts bei den Gailingern Werbung für das Photogeschäft macht. Diese «Festbeleuchtung» war aber wohl nur temporär für die Nachtaufnahme installiert worden.

Ein Schaufenster machte für Seidels «Photohaus Diessenhofen»
am Obertor Nummer 10 Werbung.

Später wurde in diesem Haus ein Coiffeursalon betrieben. Dabei wurde das Schaufenster zur Ladentüre mit zwei seitlichen Schaufenstern umgebaut.
(Photo 2016)

Auf dieser Photographie sieht man gut, dass Seidels Haus kein Schaufenster hatte.

Auf der Ausschnittvergrösserung erkennt man aber eine Leuchtreklame «Zeiss-Ikon» und darunter eine unleserlich Tafel...

... die auf einer anderen Aufnahme als Seidels Firmenschild erkennbar ist.

Auf einer weiteren Aufnahme, die wahrscheinlich noch von Bernauer stammt, sieht man, dass die linke Türe in die Dunkelkammer führte (Gestell mit Flaschen), während die rechte Türe der Haupteingang war. Über letzterer kann man noch knapp «zum Rheinb[lick]» lesen, eine Hausbezeichnung, die auch auf der Diebstahl-Versicherungspolice von Bernauer verwendet wurde. «Zum Rheinblick» tönte wohl für ein Photoatelier etwas vertrauenserweckender als «zur Höll».

Situation heute (Photo 2014)

Auf dieser Aufnahme von 1929 oder 1930 posiert Seidels jüngerer Bruder Martin als «Photomodell». Die Atelierkamera hatte sich Seidel aus Dresden liefern lassen. Ob er die schwere Holzkamera überhaupt je benutzte ist ungewiss, möglicherweise diente sie mehr als Dekorationsstück. Hinter dem Vorhang sieht man ein Stück des Hintergrundes, den man öfters auf Porträtaufnahmen wieder finden kann.

Den Töchtern Seidels droht ein Luftballon durch das Dachfenster im Photoatelier zu entschweben. Gut sichtbar sind die Vorhänge zur Regulierung des Aufnahmelichts. Im Hintergrund ist eine Staffelei erkennbar...

... diese Staffelei gehört Seidels jüngerem Bruder Martin, der öfters in Diessenhofen zu Besuch war und hier etwas missmutig in den Photoladen hinunter kommt. Er studierte bei Otto Dix in Dresden Malerei und hatte unter anderem die Fenster rechts im Bild für die Seidels gestaltet.

Von Martin Seidel stammt auch die Aussenbemalung des hölzernen Vorbaus, der einigen Diessenhofener Zeitzeugen in lebhafter Erinnerung geblieben ist.

Don Quichote und Sancho Panza beschützt von einem Engel. Was bedeutet das Anagramm? Nur das Entstehungsjahr «1931» oder vielleicht «1391-1931»? Das Gebäude soll beim zweiten grossen Stadtbrand von 1371 (nicht 1391) als einziges vom Feuer verschont worden sein (Raimann, 1992).


Kommerzielle Arbeiten

Mädchen mit Teddybär, signiert, 1930 (siehe Atelier-Hintergrund weiter oben)
(Privatsammlung, Diessenhofen)

Von Seidel signiertes Porträt von Gustav Wegelin; siehe dazu auch
den Artikel in der «Schweizer Illustrierten» weiter unten
(Rudolf Wegelin, Riehen)

Diessenhofen, Siegelturm, Ansichtskarte, um 1930
(Sammlung Dieter Fey, Schaffhausen)

Diessenhofen, Hauptstrasse, Ansichtskarte, um 1930
(Sammlung Dieter Fey, Schaffhausen)

Schweizer Armee in der Hauptstrasse, Ansichtskarte, gelaufen 1931
(Sammlung Dieter Fey, Schaffhausen)

Hamburger Zimmerleute am deutschen Ufer, Ansichtskarte,
gelaufen 26. Juni 1936 (Aufnahme um 1930)
(Privatsammlung, Diessenhofen)


Photoreportagen aus Diessenhofen und Umgebung

Zürcher Illustrierte 1930-1936

Die Photographie über die Hamburger Zimmerleute (siehe weiter oben) wurde, neben einer zweiten Photographie von Seidel, auch in der Zürcher Illustrierten veröffentlicht. Leider hat Seidel nur einen Ausriss aufbewahrt.
In: Zürcher Illustrierte, Nr. 36 (wahrscheinlich September 1930).

Die Dorfsensation: die Störche von Schlattingen. In: Zürcher Illustrierte, 3.8.1934.
>>> Zürcher Illustrierte, 3.8.1934 (PDF)

Am thurgauisches Trachtenfest in Diessenhofen. In: Zürcher Illustrierte 16.8.1935. (Photobibliothek.ch 15565)

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Schweizer Illustrierte Zeitung 1937-1939

Die Äschenfischer von Diessenhofen. In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 10.11.1937. Max Seidel als Bild- und Textautor genannt. Der Artikel wurde durch Rudolf Wegelin aus Riehen, dessen Grossvater Gustav Wegelin (siehe Porträt weiter oben) im Beitrag abgebildet ist, ausfindig gemacht (mit freundlicher Unterstützung durch das Archiv der Schweizer Illustrierten). (Photobibliothek 16365)
>>> Schweizer Illustrierte Zeitung, 10.11.1937 (PDF)

Hurra, wir fliegen! In: Schweizer Illustrierte, 13.4.1938. Erstmals ausfindig gemacht dank freundlicher Unterstützung durch das Archiv der Schweizer Illustrierten.
(Photobibliothek.ch 16367)
>>> Schweizer Illustrierte Zeitung 13.4.1938 (PDF)

Storchen-Ballade [in Neunkirch]. In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 10. August 1938. (Photobibliothek.ch 16384)

>>> Bildberichte von Max Seidel aus der Sammlung


Schweizer Photographien in Schweizer Büchern

Als Seidel schon lange nicht mehr in der Schweiz war, wurden seine Schweizer Photographien weiterhin in Schweizer Publikationen veröffentlicht, insbesondere in den Heimatbüchern von Franz A. Roedelberger.

Franz A. Roedelberger: Das Heimatbuch - Visages de la patrie - Sotto il cielo Svizzero. [Zwei ganzseitige Photos von Max Seidel.] Zürich: Interverlag 1944. (Photobibliothek.ch 11594)

Photo von Max Seidel auf Seite 89

Photo von Max Seidel auf Seite 100

Franz A. Roedelberger: Das Buch der Schaffensfreude. In Zusammenarbeit mit 70 Schweizer Photographen [zwei ganzseitige Photos von Max Seidel]. Zürich: Interverlag 1947. (Photobibliothek.ch 13607)

Photo von Max Seidel auf Seite 44. Diese Aufnahme ist eine Photomontage, denn die Originalaufnahme, die bei einem folkloristischen Umzug entstand, zierte bereits das Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 21.8.1936 (kleines Bild).

Zürcher Illustrierte vom 21.8.1936

Photo von Max Seidel auf Seite 222. Die gleiche Aufnahme wurde bereits in Roedelbergers «Heimatbuch» von 1944 abgebildet (siehe weiter oben).


Mittenwald 1939-1993

Im Frühjahr 1939 zog die Familie Seidel aus der Schweiz zuerst kurz nach Farchant und dann nach Mittenwald in Bayern. Die Kinder hatten in der Schweiz natürlich Schweizerdeutsch gesprochen, was bei den bayerisch sprechenden Bewohnern von Mittenwald zu erheblichen Verständigungsschwierigkeiten führte und eine schnelle Integration erschwerte.

Max Seidel hatte schnell wieder Fuss gefasst. 1941 erschien sein erstes Buch «Wir tragen stolz das Edelweiss». Dort schrieb er im Vorwort: «Als Auslandsdeutscher kehrte ich kurz vor Ausbruch des  Krieges in die Heimat zurück.Weder für meine Familie noch für mich gab es eine Frage, wo wir uns niederlassen sollten. Wir gehören in die Berge, und so leben wir schon geraume Zeit im Dorf Mittenwald am Fusse des Karwendel. In diesen Tagen wurde ich Soldat. Mein Wunsch ging in Erfüllung: ich kam zu den Gebirgsjägern. Bevor ich die Kamera mit dem Gewehr vertauschte, lernte ich den Dienst der Gebirgstruppen kennen. So entstand dieser Bildbericht im Frühjahr 1940.»

Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft im Jahre 1946 arbeitete Seidel als Photograph in Mittenwald. Bereits 1948 erschien dann sein zweites Buch «Ad gloriam dei - Neue Bilder vom Benediktinerkloster Ettal». Daneben war er auch wieder als Photoreporter für illustrierte Zeitschriften tätig. Im Januar 1950 erschien in der «Stuttgarter Illustrierten» unter dem Titel «Bergnot» eine umfangreiche Reportage über den Rettungsdienst der Bergwacht und Bergpolizei. Anton Stankowski (1906-1998) gestaltete dazu das Titelblatt. Eine Photographie im Familienalbum der Seidels bezeugt auch, dass Anton und Else Stankowski die Seidels in Mittenwald besuchten.

Von 1949 bis 1959 arbeitete Seidel von Mittenwald aus für die Oberbadischen Angorawerke in Hauingen bei Lörrach. Mit der Marke «Awoba» wurden seit 1932 direkt die Verbraucher beworben, und 1952 wurde dann die Marke «Medima» für den Fachhandelsvertrieb eingeführt, deren Slogan «Wie das Wetter auch wirkt auf unser Klima, Medima, Medima!» zu einem der erfolgreichsten deutschen Werbesprüche wurde. Ein Buch über die Angora-Kaninchenzucht, verfasst vom Firmengründer Karl Scheurerer, und zahlreiche Awoba-Werbeschriften sind mit Seidels Photographien illustriert, wobei er allerdings als «Hausphotograph» nicht namentlich als Urheber genannt wird.

1961 nahm Seidel das Thema seines ersten Buches «Wir tragen stolz das Edelweiss» von 1941 wieder auf: In «Bergkameraden in Uniform» beschrieb er das Leben der Gebirgsjäger in der noch jungen Bundeswehr, deren Gündung und die damit verbundene Wiederbewaffnung Deutschlands im Jahre 1955 zu heftigen innenpolitischen Diskussionen geführt hatte.

Seidel photographierte auch immer wieder Jubiläums- und Werbeschriften, etwa «50 Jahre Obermoser Motoren Bruchsal - Ein Werk-Bildbericht» (1963) oder «Geigenbaumuseum Mittenwald – Heimatmuseum Mittenwald» (1965). Die 24-seitige Broschüre feierte Matthias Klotz, der 1685 die Geigenbautradition in Mittenwald begründet hat. Über das geiche Thema publizierte er bereits 1953 in «Bild und Funk».

1965-1985 veröffentlichte Seidel zahlreiche Kunstbücher über Bruegel, Bosch, Grünewald, Goya usw. zumeist im renomierten Kunstverlag Belser in Stuttgart. Auffallend ist, dass Seidel meist als Hauptautor genannt ist und es sich bei den Ko-Autoren um bedeutende Kunsthistoriker (z.B. Marijnissen) und Schriftsteller (z.B. Bihalji-Merin) handelt. Ein Beispiel aus dem Klappentext zu «Bruegel» zeigt worum es ging: «Das malerische Oeuvre Pieter Bruegels wurde speziell für diesen Band von dem Meisterfotografen Max Seidel neu aufgenommen. Die packenden Gesamtaufnahmen und die überzeugenden Detailfolgen sind optische Entdeckungen und ergeben, zusammen mit dem aufschlussreichen wissenschaftlichen Text und Katalog des bekannten belgischen Kunstwissenschaftlers Professor Marijnissen, eine umfassende Dokumentation.» Seidel scheint hier neue Wege der Kunstbetrachtung «erfunden» zu haben: Übersichtsaufnahmen der einzelnen Kunstwerke werden ergänzt durch Detailaufnahmen, welche die malerische Technik und Erzählkunst des Malers in einem neuen Licht erscheinen lassen.

Zum 80sten Geburtstag drehte der Bayerische Rundfunk einen dreiviertelstündigen Dokumentarfilm über Max Seidel. Der Schwerpunkt der Interviews lag allerdings auf der Nachkriegszeit in Mittenwald, über die Zeit in Diessenhofen ist nur wenig zu erfahren.

Max Seidel hatte noch bis drei Wochen vor seinem Tod photographiert. Zuletzt beschäftigte er sich hauptsächlich mit Naturaufnahmen, in denen keine einzige menschliche Figur vorkommt. Die Bilder zeigen etwa zum Trocknen aufgestellte Heuhaufen, die durch den Wind tierische und menschliche Züge bekommen haben, oder Spiegelungen von Schilf im Wasser, die an Zeichnungen von Paul Klee erinnern.

Am 12. April 1993 starb Max Seidel im Alter von 89 Jahren in Mittenwald. Seine Frau, Marianne Seidel geborene Wiese, überlebte ihn noch um 10 Jahre; sie starb am 4. September 2003.


Privatphotos

Selbstporträt um 1980

Selbstporträt um 1985

Anton und Else Stankowski zu Besuch bei den Seidels in Mittenwald (um 1950)


Bücher und Zeitschriftenbeiträge

Wir tragen stolz das Edelweiss. Stuttgart: Belser, 1941.
(Photobibliothek.ch 14547)

Ad gloriam dei - Neue Bilder vom Benediktinerkloster Ettal. Stuttgart: Belser, 1948.
(Photobibliothek.ch 14575)

Bergnot – Bergwacht und Bergpolizei als Helfer. In: Stuttgarter Illustrierte, Januar 1950. Titelblattgestaltung von Anton Stankowski mit einer seitenverkehrten Photographie von Max Seidel (vgl. Titelblatt mit diesem Bild)

Karl Scheurer: Angora-Kaninchenzucht ... aber wie? Awoba-ABC. Erfahrungen, Grundsätze und Zuchtwinke für die Freunde und Anhänger der Angora-Kaninchenzucht, mit über 100 Bildern aus eigener Farm und eigenen Betrieben. Hauingen/Lörrach: Oberbadische Angorawerke GmbH, 1953.
(Photobibliothek.ch 14651)

 

 

Werbeschriften aus den Jahren 1952 bis 1956 für die Oberbadischen Angorawerke «Awoba», die mit Photographien von Seidel illustriert sind, wobei er allerdings als «Hausphotograph» nicht namentlich als Urheber genannt wird.
(Photobibliothek.ch 14652-14655)

Bergkameraden in Uniform. Offenburg: Burda, 1961.
(Photobibliothek.ch 14550)

50 Jahre Obermoser Motoren Bruchsal. Ein Werk-Bildbericht. Bruchsal:
Obermoser, 1963. (Photobibliothek.ch 14548)

Geigenbaumuseum Mittenwald – Heimatmuseum Mittenwald. Mittenwald: Selbstverlag, 1965. (Photobibliothek.ch 14552)

Die «Geigenwiege» Deutschlands – 300 Jahre Mittenwalder Geigenbau.
In: Bild und Funk, 4.7.1953.

Karl Schefold (Text) und Max Seidel (Photos): Der Alexander-Sarkophag. Berlin:
Propyläen-Verlag, 1968. (Photobibliothek.ch 15164)

Seidel, Max (Photos) und Karl Schefold (Text): Der Alexander-Sarkophag neu gesehen. In: Du, Juni 1970. (Photobibliothek.ch 14648)

Seidel, Max: Unbekanntes Barock Ottobeuren. Belser: Stuttgart, 1976. (Photobibliothek.ch 14650)

Seidel, Max, Edwin Maria Landau (Einführung) und Christian Baur (Text): Süddeutsches Barock. Stuttgart, Zürich: Belser, 1980. (Photobibliothek.ch 14649)

Seidel, Max (Fotos und Bildgestaltung) und Roger H. Marijnissen (Einführungstext, Katalog und Anmerkungen): Bruegel. Stuttgart: Belser, Sonderausgabe 1984 (Erstausgabe 1969). (Photobibliothek.ch 14551).


Weitere Zeitschriftenbeiträge 1931-1953

Max Seidel hat viele seiner Photoreportagen ausgeschnitten und in grosse Folianten geklebt. Diese Sammlung ist leider nicht vollständig und zudem fehlen bei allen Beiträgen Erscheinungsort und Erscheinungsdatum. Weil die Titelblätter diese Informationen jedoch in der Regel enthalten und weil die Reihenfolge chronologisch ist, konnten die meisten Reportagen mit einiger Sicherheit zugeordnet werden. Hier folgt eine Auswahl der schönsten Titelblätter und Photoreportagen.

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Vor dem Zweiten Weltkrieg

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 5.6.1931

In der ersten Nummer der Zürcher Illustrierten des Jahres 1932 gratuliert der Photgraphenstab der «Zürcher Illustrierten» seinen Lesern zum neuen Jahr (neben Max Seidel gratulieren Hans Staub, Paul Senn, E. Mettler, H. Leemann, Ed. Keller.
>>> Zürcher Illustrierte, Nr. 1/1932 (PDF)

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 22.1.1932

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 29.4.1932

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 20.5.1932

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 29.7.1932

Piccards Start zum zweiten Stratosphärenflug. In: Zürcher Illustrierte, 19.8.1932.

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 30.12.1932

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 17.3.1933

Bei 25 Grad unter Null. In: Zürcher Illustrierte, 19.5.1933.

Blitzfahrt nach Italien. In: Zürcher Illustrierte, Ausrisse ohne weitere Angaben
[Sommer 1933 (Bildlegende 2: «Schnee am 24. Juni»)].
>>> Zürcher Illustrierte, Sommer 1933 (PDF)

Calcio Fiorentino – Die Urheimat des Fussballs: Florenz!
In: Zürcher Illustrierte, 11.8.1933.

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 8.9.1933

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 24.11.1933

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 1.12.1933

Titelblatt «Schweizerische Erfolge an der Internat[ionalen] Pferderennwoche in St. Moritz» und Doppelseite «Fröhliche Turnstunde der Davoser Schulkinder». In: Zürcher Illustrierte, 2.2.1934 (Datierung der Doppelseite nicht gesichert).

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 6.4.1934

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 1.6.1934

Wer wird Königin – Die Kuhkämpfe in Verbier im Val de Bagnes.
In: Zürcher Illustrierte, Nr. 27/1934.

Titelblatt der Sport Illustrierten vom 3.7.1934

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 14.9.1934

Die Eishockey-Weltmeisterschaften in Davos. In: Zürcher Illustrierte, 25.1.1935

Rettungsdienst auf Parsenn. In: Conzett & Huber's Wochen-Blätter, 2.2.1935.

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 22.2.1935

Die Kunst Stahl zu giessen – Bildbericht aus der Elektro-Stahlgiesserei der Eisen- und Stahlwerke vormals Georg Fischer in Schaffhausen. In: Zürcher Illustrierte, 3.5.1935.

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 14.6.1935

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 12.7.1935

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 21.8.1936

Titelblatt zu Conzett & Huber's Wochen-Blätter vom 22.8.1936

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 5.2.1937

Titelblatt der Zürcher Illustrierten vom 19.2.1937

Ein neuer Matterhorn-Film – Luis Trenker filmt am Matterhorn mit Zermatter Bergführern und Walliser Volk. In: Schweizer Illustrierte, 22.9.1937.
(Sammlung Dieter Fey, Schaffhausen)

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Nach dem Zweiten Weltkrieg

Eis ist das beste Tanzparkett. In: Stuttgarter Illustrierte, 22.1.1950.

Einmal im Jahr inkognito. In: Stuttgarter Illustrierte, 29.1.1950.

Der Ski wird zum Flügel. In: Stuttgarter Illustrierte, 19.3.1950.

Heidis Affenliebe – Ein heiterer Tatsachenbericht aus Hellabronn.
In: Bild und Funk, 19.4.1953.


Bibliographie

Orts- & Verkehrsverein Diessenhofen (Hrsg.): Diessenhofen und das ehemalige Kloster St. Katharinenthal. Diessenhofen: Buchdruckerei Fritz Forrer, 1929. (Photobibliothek.ch 1835)

Seidel, Max: Wir tragen stolz das Edelweiss. Stuttgart: Belser, 1941. (Photobibliothek.ch 14547)
– Im gleichen Jahr erschien eine zweite Auflage, die um die Kapitel «Der Gebirgssanitätssoldat» und «Schulung zum Heeresbergführer» erweitert wurde.(Photobibliothek.ch 14549)

Franz A. Roedelberger: Das Heimatbuch - Visages de la patrie - Sotto il cielo Svizzero. [Zwei ganzseitige Photos von Max Seidel.] Zürich: Interverlag 1944. (Photobibliothek.ch 11594)

Franz A. Roedelberger: Das Buch der Schaffensfreude. In Zusammenarbeit mit 70 Schweizer Photographen [zwei ganzseitige Photos von Max Seidel]. Zürich: Interverlag 1947. (Photobibliothek.ch 13607)

Seidel, Max: Ad gloriam dei - Neue Bilder vom Benediktinerkloster Ettal. Stuttgart: Belser, o. J. [1948]. (Photobibliothek.ch 14575)

Scheurer, Karl (Text) [und Max Seidel (Photos)]: Angora-Kaninchenzucht ... aber wie? Awoba-ABC. Erfahrungen, Grundsätze und Zuchtwinke für die Freunde und Anhänger der Angora-Kaninchenzucht, mit über 100 Bildern aus eigener Farm und eigenen Betrieben. Hauingen/Lörrach: Oberbadische Angorawerke GmbH, 1953. (Photobibliothek.ch 14651)

Korth, Walter (Text) [und Max Seidel (Photos)]: Die Wohltat der Natur. 25 Jahre Oberbadische Angorawerke GmbH, Hauingen/Lörrach. Wiesbaden: Verlag für Wirtschaftspublizistik, 1957.

Seidel, Max: Bergkameraden in Uniform. Offenburg: Burda, 1961. (Photobibliothek.ch 14550)

Seidel Max: 50 Jahre Obermoser Motoren Bruchsal. Ein Werk-Bildbericht. Bruchsal: Obermoser, 1963. (Photobibliothek.ch 14548)

Seidel, Max: Geigenbaumuseum Mittenwald – Heimatmuseum Mittenwald. Mittenwald: Selbstverlag, o.J. [ca. 1965]. (Photobibliothek.ch 14552)
Eine teilweise farbige Neuausgabe erschien um 1982.

Schefold, Karl und Max Seidel: Der Alexander-Sarkophag. Berlin: Propyläen-Verlag, 1968. (Photobibliothek.ch 15164)
– Der Alexander-Sarkophag neu gesehen. In: Du, Juni 1970.
(Photobibliothek.ch 14648)

Seidel, Max (Fotos und Bildgestaltung) und Roger H. Marijnissen (Einführungstext, Katalog und Anmerkungen): Bruegel. Stuttgart: Belser, 1969. 1984 erschien eine Sonderausgabe (Photobibliothek.ch 14551).

Seidel, Max und Roger H. Marijnissen: Hieronimus Bosch. Genf: Weber, 1972.

Seidel, Max, H. Geissler, B.Saran, J. Harnest, A. Mischlewski: Mathis Gothart Nithart. Grünewald. Der Isenheimer Altar. Stuttgart: Belser, 1973.

Seidel, Max: Unbekanntes Barock Ottobeuren. Belser: Stuttgart, 1976. (Photobibliothek.ch 14650)

Seidel, Max, Oto Bihalji-Merin (Vorwort) und Christian Baur(Text): Hinterglasbilder. Stuttgart, Zürich: Belser, 1978.

Seidel, Max, Edwin Maria Landau (Einführung) und Christian Baur (Text): Süddeutsches Barock. Stuttgart, Zürich: Belser, 1980. (Photobibliothek.ch 14649)

Seidel, Max und Oto Bihalji-Merin: Francisco Goya. Stuttgart, Zürich: Belser, 1980.

Seidel, Max (Photographie und Bildgestaltung) und Oto Bihalji-Merin (Text): Goya und wir. 3 Bände. Stuttgart, Zürich: Belser, 1981-1985.
– Umschlagtexte: «Die Goya-Trilogie [...] umfasst die Bände Goya und wir, Glanz und Macht [...], Caprichos [...]. Alle drei Bände führen das Schaffen des herausragenden spanischen Künstlers und unbestechlichen Zeitzeugen durch eine Fülle von Gesamt- und Detailansichten seiner Werke unmittelbar und vielfach neu vor Augen. 'Goya und wir' gibt einen Überblick über das Gesamtwerk und ordnet es aus heutiger Sicht in die Entwicklung vom Barock bis zur Moderne ein. 'Glanz und Macht' [...] beleuchtet zwei Pole im Schaffen Goyas: die Auseinandersetzung mit dem höfischen Porträt und die Anklage gegen die Unmenschlichkeit von Krieg und Unterdrückung. 'Caprichos' [...] widmet sich Goyas ebenso grotesker wie unerbittlicher Schilderung der spanischen Gesellschaft in seiner 1799 erschienenen, sofort verbotenen Folge von Radierungen.»

Seidel, Max und Edwin Maria Landau (Einführung): Altdorfer. Leidensweg – Heilsweg. Der Passionsaltar von St. Florian. Stuttgart, Zürich: Belser, 1983.


Zeitschriftenbeiträge (Auswahl)

Max Seidel hat viele seiner Photoreportagen ausgeschnitten und in grosse Folianten geklebt. Diese Sammlung ist leider nicht vollständig und zudem fehlen bei allen Beiträgen Erscheinungsort und Erscheinungsdatum. Weil die Titelblätter diese Informationen jedoch in der Regel enthalten und weil die Reihenfolge chronologisch ist, konnten die meisten Reportagen mit einiger Sicherheit zugeordnet werden.

Bildberichte sind normalerweise mit «Seidel», «M. Seidel» oder «Max Seidel» gezeichnet, Textbeiträge hingegen nur mit «M.S.». Der Name «Remus» wird bei Textbeiträgen für die Schweizer Illustrierte Zeitung verwendet. «Remus» ist also offensichtlich das Pseudonym Seidels als Journalist. «Romulus» als Pseudonym für den Photographen wäre die logische Folge, wurde aber nie verwendet. Die Reportage über die Besetzung der Tschechoslowakei vom März 1939 ist mit «Spezialaufnahmen von R. Seidel» gezeichnet, was als «Romulus» oder «Remus» verstanden werden könnte.

Hamburger Zimmerleute (2 Photos). In: Zürcher Illustrierte, Nr. 36 (ohne Jahr, wahrscheinlich September 1930).

Piccard in Zürich (Titelblatt). In: Zürcher Illustrierte, 5.6.1931.

Unsere Bildberichterstatter gratulieren (Glückwunschseite, neben Max Seidel gratulieren Hans Staub, Paul Senn, E. Mettler, H. Leemann und Ed. Keller). In: Zürcher Illustrierte, Nr. 1/1932.

Der neue Adam (Titelblatt zum neuen Fortsetzungsroman). In: Zürcher Illustrierte, 22.1.1932.

Ein Jahr Spanische Republik (Titelblatt). In: Zürcher Illustrierte, 29.4.1932.

Um den Preis vom Arenenenberg (Titelblatt). In: Zürcher Illustrierte, 20.5.1932.

Italienische Staffel an der Arbeit – Französische Flieger als Zuschauer (Titelblatt). In: Zürcher Illustrierte, 29.7.1932.

Erntezeit (mit Emmanuel Sougez, Photos zu einem Gedicht von C. F. Meyer); Internationales Flugmeeting Zürich (Photoreportage). In: Zürcher Illustrierte, 1. Gratisnummer (von 4) zur Werbung von neuen Abonnenten, 5.8.1932. (Photobibliothek.ch 16362)

Zum zweitenmal in die Stratosphäre (Titelblatt); Piccards Start zum zweiten Stratosphärenflug (Photoreportage). In: Zürcher Illustrierte, 19.8.1932.

Viel Glück im neuen Jahr! (Titelblatt). In: Zürcher Illustrierte, 30.12.1932.

Das neue Gesicht der deutsch-schweizerischen Grenze (Titelblatt). In: Zürcher Illustrierte, 17.3.1933.

Der Gipfelstürmer (Titelblatt); Bei 25 Grad unter Null (Photoreportage). In: Zürcher Illustrierte, 19.5.1933.

Blitzfahrt nach Italien (Photoreportage). In: Zürcher Illustrierte, Sommer 1933 (Ausrisse ohne weitere Angaben, Bildlegende 2: «Schnee am 24. Juni»).

Fussballmannschaft aus dem Jahre 1930 (Titelblatt); Calcio Fiorentino – Die Urheimat des Fussballs: Florenz! (Photoreportage). In: Zürcher Illustrierte, 11.8.1933.

Stärkung unterwegs (Titelblatt zur «Tour de Suisse»). In: Zürcher Illustrierten, 8.9.1933.

Wahltag in Spanien (Titelblatt). In: Zürcher Illustrierte, 24.11.1933.

Sonja Henie in Zürich (Titelblatt). In: Zürcher Illustrierte, 1.12.1933.

Schweizerische Erfolge an der Internationalen Pferderennwoche in St. Moritz (Titelblatt); Fröhliche Turnstunde der Davoser Schulkinder (Doppelseite). In: Zürcher Illustrierte, 2.2.1934 (Datierung der Doppelseite nicht gesichert).

Schuljahr-Schluss, Frühling ... und ein Examen-Weggen (Titelblatt). In: Zürcher Illustrierte, 6.4.1934.

Die frische Gruppe (Titelblatt zum Armeegepäckmarsch Frauenfeld). In: Zürcher Illustrierte, 1.6.1934.

Chiron auf Alfa Romeo überlegen im Grand Prix de France (Titelblatt). In: Sport Illustrierte, 3.7.1934.

Wer wird Königin? Die Kuhkämpfe in Verbier im Val de Bagnes (Photoreportage). In: Zürcher Illustrierte, 6.7.1934.

Militärflugkonkurrenz in Dübendorf (Titelblatt); Die Dorfsensation: die Störche von Schlattingen (Photoreportage). In: Zürcher Illustrierte, 3.8.1934.

Das zehnte Klausenrennen (Photoreportage). In: Zürcher Illustrierte, 10.8.1934. (Photobibliothek.ch 15543)

Das gerettete Kind (Titelblatt). In: Zürcher Illustrierte, 14.9.1934.

Der ni-Sturm unter der Wolldecke (Titelblatt); Die Eishockey-Weltmeisterschaften in Davos (Photoreportage). In: Zürcher Illustrierte, 25.1.1935.

Rettungsdienst auf Parsenn (Titelblatt und Photoreportage). In: Conzett & Huber's Wochen-Blätter, 2.2.1935.

Der Heu-Holet in Samnaun (Titelblatt). In: Zürcher Illustrierte, 22.2.1935.

Der Schmelzermeister (Titelblatt); Die Kunst Stahl zu giessen – Bildbericht aus der Elektro-Stahlgiesserei der Eisen- und Stahlwerke vormals Georg Fischer in Schaffhausen (Photoreportage). In: Zürcher Illustrierte, 3.5.1935.

Das fliegende Pferd (Titelblatt). In: Zürcher Illustrierte, 14.6.1935.

Die Nordwand des Grandes Jorasses bezwungen! (Titelblatt). In: Zürcher Illustrierte, 12.7.1935.

Am thurgauisches Trachtenfest in Diessenhofen (Photoreportage). In: Zürcher Illustrierte 16.8.1935. (Photobibliothek.ch 15565)

Die Bergungsversuche an der Eiger-Nordwand (Photoreportage). In: Zürcher Illustrierte, 24.7.1936. (Photobibliothek.ch 15562)

Das Herz im Kolben, Was uns bei einem Gang durch die Saurer-Werke im Gedächtnis blieb (Photoreportage); Zum erstenmal (Photoreportage über die misslungene Winter-Erstbesteigung des Tschingelhorns). In: Zürcher Illustrierte, 13.3.1936. (Photobibliothek.ch 16262)

's Höchschti (Titelblatt). In: Zürcher Illustrierte, 21.8.1936.

Bergsteiger (Titelblatt). In: Conzett & Huber's Wochen-Blätter, 22.8.1936.

Gelockert und absturzbereit, Die Felsbewegungen an der Kleinen Windgälle (Photoreportage). In: Zürcher Illustrierte, 16.10.1936. (Photobibliothek.ch 16267)

Casa de Campo, Unser Mitarbeiter in der Kampffront vor Madrid (Photoreportage). In: Zürcher Illustrierte, 11. 12.1936. (Photobibliothek.ch 16265)

Scharfer Endspurt (Titelblatt). In: Zürcher Illustrierte, 5.2.1937.

In voller Rüstung, Skeleton-Fahrer vom Cresta Run in St. Moritz (Titelblatt). In: Zürcher Illustrierte, 19.2.1937.

Ein neuer Matterhorn-Film – Luis Trenker filmt am Matterhorn mit Zermatter Bergführern und Walliser Volk (Photoreportage). In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 22.9.1937. (Photobibliothel.ch 16366; Sammlung Dieter Fey, Schaffhausen)

Die Aeschenfischer von Diessenhofen (Photoreportage). In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 10.11.1937. (Photobibliothek 16365)

Die Akrobaten der Gotthard-Leitung – Wir begleiten zwei Leitungswärter auf ihrem winterlichen Kontrollgang durch Eis und Schnee (Photoreportage). In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 5.1.1938. (Photobibliothek.ch 16375)

Der Winter hat Flügel (Photoreportage von Max Seidel und H. Niedecken). In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 19.1.1938. (Photobibliothek.ch 16376)

Eine - und Hundervierundsechzig… Am Geburtstagsfest einer Hundertjährigen (Photoreportage über eine Hundertjährige mit 164 Nachfahren in Mosnang SG). In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 23.2.1938. (Photobibliothek.ch 16377)

Hinunter über vereiste Steilhänge: so wird das Wildheu zu Tale gebracht (Photoreportage). In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 9.3.1938. (Photobibliothek.ch 16378)

Deutsche Wacht in Innsbruck (Titelblatt). Der Umschwung in Österreich (Photoreportage vom Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich). In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 16.3.1938. (Photobibliothek.ch 16379)

Landwirt und Astronom – Vom Bauernjungen zum Ehrendoktor (über Friedrich Schmid aus Oberhelfenschwil SG). In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 30.3.1938. (Photobibliothek.ch 16380)

Wien, wie wir es nicht kennen! Not und Elend in den Wiener Armenvierteln (Photoreportage zur Volksabstimmung über den Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich). In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 4.4.1938. (Photobibliothek.ch 16381)

Hurra, wir fliegen! (Photoreportage über den Ausflug eine Schulklasse aus Hofen SH). In: Schweizer Illustrierte, 13.4.1938. (Photobibliothek.ch 16367)

Fünf Minuten Hohe Schule (Photoreportage über Dressurreiten). In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 18.5.1938. (Photobibliothek.ch 16382)

Die Bambini Ticinesi – Jugendliche Sänger aus unserem Süden (Photoreportage). In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 29.6.1938. (Photobibliothek.ch 16383)

Storchen-Ballade (Photoreportage aus Neunkirch SH). In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 10.8.1938. (Photobibliothek.ch 16384)

Schule in Licht und Luft – Die Freilichtschule auf dem Üetliberg bei Zürich (Photoreportage). In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 17.8.1938. (Photobibliothek.ch 16385)

Grosser Preis für Automobile in Bern (Titelblatt mit einer Photomontage von Max Seidel und Hans Staub). Diesseits und jenseits vom Gotthard (Photoreportage). In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 24.8.1938. (Photobibliothek.ch 16386)

Auch eine Hochtour … im Beruf (Photoreportage über Kaminfeger). In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 12.10.1938. (Photobibliothek.ch 16387)

Die Resignation (Titelblatt); Die neuesten Ereignisse in der Tschecho-Slowakei (Photoreportage). In: Schweizer Illustrierte Zeitung, 22.3.1939. (Photobibliothek.ch 16359)

Baierischer Schwung (Titelblatt); Eis ist das beste Tanzparkett (Photoreportage). In: Stuttgarter Illustrierte, 22.1.1950.

Ein gelungener Hexenschuss (Titelblatt); Einmal im Jahr inkognito (Photoreportage). In: Stuttgarter Illustrierte, 29.1.1950.

Der Ski wird zum Flügel (Titelblatt und Photoreportage). In: Stuttgarter Illustrierte, 19.3.1950.

Heidis Affenliebe – Ein heiterer Tatsachenbericht aus Hellabronn (Titelblatt und Photoreportage). In: Bild und Funk, 19.4.1953.

Die «Geigenwiege» Deutschlands – 300 Jahre Mittenwalder Geigenbau (Titelblatt und Photoreportage). In: Bild und Funk, 4.7.1953.

Der Alexander-Sarkophag neu gesehen (mit einem Text von Karl Schefold). In: Du, Juni 1970. (Photobibliothek.ch 14648)


Filmographie

Filmaufnahmen, die Max Seidel auf Auslandreisen in den Jahren 1926 und 1927 drehte, wurden wahrscheinlich in Wochenschauen verwendet, bisher wurden dazu aber keine gesicherten Belege gefunden.

Seidel, Max: Sausende Fahrt ins Lappenland. Stummfilm, 35 mm Schwarzweissfilm, 22 Minuten, 1928. Von diesem Film einer Expedition per Motorrad im Auftrag der Wanderer-Werke ist nur die Zensurkarte erhalten. Einige Szenen aus diesem Film wurden an die UFA für einen «Nordlandfilm» verkauft; dabei könnte es sich um den UFA-Film «Eine Reise unter der Mitternachtssonne» von 1930/1931 handeln.

Seidel, Max: Diessenhofen – Teil 1. Stummfilm mit Zwischentiteln, 16 mm Schwarzweissfilm, 18 Bilder/Sekunde, 16:51 Minuten, 1935.

Seidel, Max: Diessenhofen – Teil 2. Stummfilm mit Zwischentiteln, 16 mm Schwarzweissfilm, 18 Bilder/Sekunde, 19:53 Minuten, 1935.

Seidel, Max: Diessenhofen. Stummfilm mit neuen Zwischentiteln, Normal-8 Schwarzweissfilm, 16 Bilder/Sekunde, 19:27 Minuten (inklusive neue Zwischentitel), 1935 oder 1936.

Seidel, Max: Diessenhofen. Stummfilm ungeschnitten, Normal-8 Ektachrome-Farbfilm, 16 Bilder/Sekunde, 4:23 Minuten, 1936.

Seidel, Max: Autorennen Bern. Stummfilm mit Zwischentiteln, Normal-8 Schwarzweissfilm, ca. 24 Bilder/Sekunde, 3:08 Minuten mit 25 Bilder/Sekunde, 1935.

Peter Emmer: Max Seidel – Porträt eines Kunstfotografen in Mittenwald. Dokumentarfilm des Bayerischen Rundfunks zu Seidels 80stem Geburtstag, 44 Minuten, 1984. (Photobibliothek.ch 14647)

Alle Filme liegen digitalisiert vor.


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